So, 19. August 2018

"Eindeutig zu wenig"

12.09.2011 11:25

Austria verpatzte mit einem 1:1 die EL-Generalprobe

Mit einem neuen Saisonrekord von 19 Toren (Schnitt 3,8 pro Spiel) und einer Enttäuschung für Austria Wien ist am Sonntag die siebente Runde der tipp3-Bundesliga abgeschlossen worden. Nach dem 1:1 in Wiener Neustadt hat sich an der Tabellespitze nichts geändert, Vizemeister Salzburg führt einen Punkt vor Aufsteiger FC Admira und den Violetten, deren Rückstand sich von zwei auf vier Zähler verdoppelt hat.

Nicht nur vom Resultat, sondern auch von der Leistung her war das Remis für die Gäste vier Tage vor dem Auftakt zur Gruppenphase in der Europa League gegen Metalist Charkiw (Anpfiff um 21.05 Uhr) in der Generali-Arena eine riesige Enttäuschung. "Das war eindeutig zu wenig", lautete der selbstkritische Tenor in der Austria-Kabine. Was nach diesen 90 Minuten bleibt, ist einzig und allein die Hoffnung, dass einer verpatzten Generalprobe eine gelungene Premiere folgt.

Daxbacher: "Das Können hat gefehlt"
"Druck und Bemühen waren da, das nötige Können hat gefehlt. Einige Spieler hatten nicht ihre beste Form gehabt. Am Donnerstag in der Europa League müssen wir uns klar steigern", resümierte Trainer Karl Daxbacher den Auftritt der Gäste, denen in fünf Liga-Partien in Wiener Neustadt erst ein einziger Sieg (1:0 am 4. April 2010/1-2-2) gelang. Es sei nicht so leicht gegen ein Team, das das eigene Tor verrammle, meinte Daxbacher, der eher mit dem Referee als mit seiner eigenen ideen- und harmlos agierenden Elf haderte.

"Es scheint wirklich so zu sein, dass wir hier immer Probleme haben - auch mit den Schiedsrichtern", sagte Daxbacher, der im Gegensatz zu Referee Oliver Drachta bei einer Attacke von Schicker an Barazite einen Foulelfer und vor dem Gegentor zum Ausgleich kein Foul gesehen hatte. Der oberösterreichische Unparteiische hatte Austria schon im Frühjahr beim 2:4 aufgeregt, in dem er beim Anstoß zwei SCWN-Akteure in der Wiener Hälfte übersehen hatte. Außerdem stellte der violette Feldherr diesmal fest, dass der Fair-Play-Gedanke auf der Strecke geblieben sei, "wenn man gesehen hat, wie viele und wie oft sich die Neustädter Spieler behandeln haben lassen, um Zeit zu gewinnen".

Linz: "Dürfen uns über das 1:1 nicht beklagen"
Seine Spieler suchten die Fehler eher bei sich selbst. Kapitän Roland Linz, der nach Pass von Alexander Grünwald aus abseitsverdächtiger Position das 1:0 erzielt hatte, brachte es auf den Punkt: "Wir haben kein gutes Spiel abgeliefert, daher darf man sich nicht über das 1:1 beklagen". Nach dem 1:0 habe man das Resultat nur verwalten wollen und "den Ball hin und hergeschoben". Und Zlakto Junuzovic meinte: "Wiener Neustadt ist hinten sehr dicht und gut gestanden, hat uns das Leben sehr schwer gemacht."

Wiener Neustadt mit Punkt sehr zufrieden
Die Hausherren freuten sich hingegen über das Resultat. Michael Madl, ein früherer Austrainer, der aus einem traumhaften Freistoß sein erstes Saisontor erzielt hatte, stellte fest: "Der Punkt war unser Minimalziel". Andreas Schicker resümierte zufrieden: "Es war ein verdienter Punkt." Der "sehr zufriedene" Peter Stöger stufte das 1:1 gegen seinen Ex-Klub als "Super-Erfolg" ein. "Weil wir jeden Punkt brauchen. Es tut uns auch gut, dass wir jetzt acht Zähler haben, damit im Plansoll sind". Seine Truppe habe viel läuferischen Aufwand betrieben, sich taktisch super verkauft und damit der Austria viel Wirkung genommen, aber sich zu wenig zugetraut.

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