Die Narren gaben am Gumpigen Donnerstag den Ton im ganzen Land an. Faschingsprinz Prinz Gü I. übernahm in Bregenz das Zepter, in Bludenz und anderen Orten wurden eifrig Braten geklaut - und natürlich auch verzehrt.
An den neuen Regenten in Bregenz - Prinz Gü I. - hatte der scheidende Bürgermeister Michael Ritsch noch einen kleinen Auftrag: bis Aschermittwoch sollten doch bitte die Landesstraße und die Bahnschienen unter der Erde verlegt werden. Denn das ginge sicher ganz schnell und würde auch sein Volk erfreuen.
Den Schlüssel für das Rathaus übergab der Bürgermeister nicht an den Prinzen, stattdessen darf diesen Infantin Pia verwalten. Doch weder das freundliche Auftreten, noch eine Auszeichnung für den langjährigen Moderator Robert Kalin verhalf Ritsch zur Verlängerung der Amtszeit. Er musste in den Raumanzug mit Raketenantrieb schlüpfen und bekam die passenden goldenen Schuhe mit Blinkfunktion.
Mit Hilfe eines Krans hob Rocket-Ritsch wenig später ab und schwebte einige Zeit über der Rathausstraße. „Eigentlich wollten wir ihn auf den Mond schießen, aber leider fehlen uns die Möglichkeiten“, meinte eine Dame aus dem Gefolge, die offensichtlich eher der ÖVP zugetan ist. Rocket-Ritsch jedenfalls meisterte den Flug perfekt.
Perfekt gelang am Gumpigen Donnerstag auch so mancher Bratenklau. In Bludenz etwa war der neue Wirtschaftsbunddirekor erfolgreich und ließ sich das Essen schmecken.
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