Um an Benzodiazepine und Schlaftabletten zu kommen, legte ein Süchtiger gefälschte Rezepte vor – und flog damit auf. Dafür musste er sich am Dienstag vor dem Landesgericht Feldkirch verantworten.
Seine Drogensucht hat den heute 34-jährigen Unterländer schon zum Invalidenrentner gemacht. Auch seine Strafakte gibt Aufschluss über das verpfuschte Leben des Vaters eines fünfjährigen Buben. Zwölf Vorstrafen, sechs davon einschlägig, hielten den Unterländer jedoch nicht davon ab, wieder straffällig zu werden.
Am Dienstag muss sich der 34-Jährige für seine jüngsten Verfehlungen am Landesgericht Feldkirch verantworten. Angeklagt war er, weil er sich in einer Apotheke in Dornbirn mehrmals mit gefälschten Rezepten Benzodiazepine und Schlaftabletten besorgt hatte. Gleich zweimal war er auf diese Weise erfolgreich.
Apotheker kam die Sache langsam spanisch vor
Als der Süchtige kurz darauf erneut ein Rezept für dieselben Tabletten vorlegte, kam dem Apotheker die Sache langsam spanisch vor. Nachdem er den Verdacht hatte, dass mit den Rezepten etwas nicht stimmen könnte, rief er beim vermeintlichen Aussteller des Rezepts an. Der Anruf beim Arzt des Angeklagten bestätigte schließlich das ungute Bauchgefühl des Apothekers. Der 34-Jährige wurde daraufhin angezeigt.
„Man muss Ihnen eine Freiheitsstrafe androhen“
Im Prozess bekennt sich der Wiederholungstäter zu den Vorwürfen schuldig. Richter Alexander Wehinger spricht den Mann wegen Urkundenfälschung schuldig und verhängte eine bedingte Haft von vier Monaten sowie 900 Euro Geldstrafe. „Man muss Ihnen eine Freiheitsstrafe androhen. Denn die Verhängung von Geldstrafen hat ja bisher nichts genützt.“ Mildernd wertete der Herr Rat das umfassende Geständnis. Erschwerend waren allerdings die zwölf Vorstrafen.
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