Geniale Rettungskette

Mäusebussard flog am Weißensee in die Freiheit

Kärnten
09.02.2023 18:45

Großer Freudentag am Weißensee. Das Anfang Jänner von Urlaubern verletzt aufgefundene Mäusebussard-Weibchen konnte am Donnerstag gesund in die Freiheit entlassen werden. Bei der Freilassung waren nicht nur die Retter anwesend.

„Sie hat sich gut von der Vergiftung erholt. Die Medikamente haben gewirkt, sie kann wieder ihre Freiheit genießen“, freut sich nicht nur Falkner Franz Schüttelkopf von der Adlerarena Burg Landskron, der den Greifvogel im Pflegecenter betreut hat. Wie berichtet wurde der Bussard Anfang Jänner illegal angeschossen und hatte Vergiftungserscheinungen davongetragen. Holländische Urlauber fanden das verletzte Tier hinter dem Hotel Ronacherfels und alarmierten Hotelier Stefan Lilg, der den Bussard in einem Maltetrog weich bettete und in der Garage sicherte. Dann wurde Michaela Dworak von der Vogelhilfe Kärnten alamiert, die die weiteren Schritte unternahm und den Vogel abholte.

Falkner Franz Schüttelkopf brachte dann das Greifvogelweibchen zu Tierarzt Christian Kusej, der die tierärztliche Versorgung übernahm. „Gleich am nächsten Tag war dann der erste Erfolg sichtbar, das Weibchen konnte wieder stehen. Es hatte ja am Vortag gekrampft und war in schlechtem Zustand“, erklärt Schüttelkopf. Und zur Freude auch aller Hotelgäste, die sich jeden Tag nach dem verletzten Tier erkundigt hatten, erholte sich das Mäusebussardweibchen komplett von seiner Verletzung und Vergiftung.

Bussard am Fundort in Freiheit entlassen
Deshalb konnte der Bussard am Donnerstag am Weißensee wieder in die Freiheit entlassen werden. Zahlreiche Hotelgäste und natürlich die Retter Stefan Lilg, Michaela Dworak und Falkner Franz Schüttelkopf, der den Vogel mit Greifvogelhaube versehen an den Fundort brachte, wohnten der Freilassung bei. Das Greifvogelweibchen wurde auf einen Baumstamm gesetzt, wo es noch ein Weilchen verweilte, bevor es dann über den wunderschönen Weißensee bei schönstem Wetter in die Freiheit flog. Die Tierliebe zahlreicher Menschen hat dem wunderschönen Bussard das Leben gerettet.

Illegale Abschüsse
Leider setzen illegale Abschüsse nicht nur den Greifvögeln zu. Zudem verenden in ganz Europa Tausende Vögel an durch die Patronen verursachten Bleivergiftungen und „das oft elendig“, weiß auch Vogelexpertin Michaela Dworak.

Nächster Patient für Adlerarena
Sie hatte übrigens bereits den nächsten verletzten Vogel mit. Ein Waldkauz musste aus einem Kamin gerettet werden. Er war schon sehr geschwächt. Falkner Franz Schüttelkopf übernahm in gleich am Weißensee und brachte ihn ins Pflegecenter.

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