Österreichs Ski-Damen wollen beim Heimrennen in der Flachau die Wende schaffen - sonst möchte Direktor Herbert Mandl über Änderungen reden.
Gespannte Atmosphäre im Quartier der Österreicherinnen in Flachau. Schwer lasten die beiden Riesentorlauf-Abfuhren von Kranjska Gora auf der Teamstimmung, das Wort „Krise“ vor dem Nachtslalom am Dienstag schwirrt böse durch die Luft.
„Dem müssen wir uns stellen“, nimmt Sportdirektor Herbert Mandl das düstere Klima achselzuckend hin, „es ist klar, dass in Österreich der Anspruch ein anderer ist.“ Und auch Damen-Cheftrainer Tom Trinker will die Situation nicht schönreden: „Ich weiß aber nicht, ob ‘Krise‘ das richtige Wort ist. Vielleicht passt Hänger besser. Fakt ist, dass der Riesentorlauf bei uns schon länger schwierig ist. Und wir brauchen einfach bessere Ergebnisse.“
Dass Österreichs Ski-Mädels am Wochenende in Slowenien vor den Mikrofonen auch Verband und Trainer kritisch ins Visier nahmen, registrierte die sportliche Führung gelassen. „Ganz ehrlich: Ich bin froh, wenn sie sich zu wehren anfangen. Oft ist man erst bereit, etwas zu verändern, wenn man am Boden liegt“, sagt Trinker.
Die Wende oder ...
Stichwort Veränderungen. Auch Mandl nimmt das in den Mund: „Wir haben den Entschluss zum Umbau des Damen-Trainerteams im Sommer ja gemeinsam gefasst und stehen nach wie vor dazu. Aber wenn die Chemie nicht passt ... Wir müssen das Vertrauen wieder kitten. Wichtig - ein knappes Monat vor der WM.“
Den Nachtslalom, fügt Mandl an, werde er noch abwarten. Denn der Umstieg auf die kürzeren Slalomski sei durchaus hilfreich: „Liensberger kann im Slalom aufs Podium fahren, Truppe war in Killington dort. Warum soll in Flachau nicht die Wende gelingen?“ Da nickt Trinker: „Die Mädels müssen die Riesentorlauf-Probleme hinter sich lassen. Das ist die größte Hürde. Nur ja keine Angst haben, dass es wieder in die Hose geht.“









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