Vertreter des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) machen Vorarlberger Jägerschaft für Ausbreitung von Krankheitserregern verantwortlich: Diese würde unter anderem mit Futterstellen für Rothirsche die Verbreitung von TBC befeuern.
Wegen der sich ausbreitenden Tuberkulose warnen Tierschützer des VGT vor einem Rothirsch-„Massaker“ im Regulierungsgatter. Immer wieder würden Nutztiere, die in die freie Natur gebracht werden, dafür sorgen, dass sich Krankheiten auf die Wildtierpopulation übertragen. Dass sich die Krankheitserreger dort halten, liege ebenfalls am Mensch. Der habe den Wolf als „Gesundheitspolizisten“ aus dem Wald entfernt, kranke und schwache Tiere würden diesem nicht zum Opfer fallen. „Aus ökologischem Unverständnis heraus wird der Wolf von der Jägerschaft zum Todfeind erklärt und gnadenlos verfolgt“, kritisieren die Vertreter des VGT.
Infektionen über Kot
Ein weiterer Dorn im Auge sind den Tierschützern die vielen Futterstellen für Wildtiere. Unter natürlichen Bedingungen würden sich Rothirsche in den Revieren gleichmäßig verteilen und dadurch keinen Pool für Krankheitserreger bieten. „Die Jägerschaft allerdings füttert Rothirsche wie besessen, vor allem, um sie im eigenen Revier zu halten und große kapitale Trophäenträger zu züchten.“ Dadurch würden sehr viele Rothirsche an den Futterstellen zusammenkommen und sich gegenseitig infizieren.
Übertragen würden Krankheitserreger vor allem durch Kot. Als nomadisch lebende Tiere achten die Hirsche nicht darauf, wo sie koten, da sie gleich wieder weiterziehen würden. Wenn sie allerdings über längere Zeit an derselben Stelle gehalten werden, sammelt sich der Kot an und die Tiere stecken sich gegenseitig an.
Über die Abschusszahlen in Vorarlberg wird immer wieder heiß diskutiert - ebenso über die tatsächlichen Wild-Bestände. Ein Regulierungsgatter forderte jüngst Landesveterinär Norbert Greber.
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