Meilensteine werden heuer bei den beiden Mega-Tunnelbaustellen erreicht: Der Koralmtunnel wird durchgehend mit Schienen ausgelegt, am Semmering werden gleich zwei Tunneldurchschläge erwartet. Insgesamt investieren die ÖBB in der Steiermark heuer fast 650 Millionen Euro.
Ende 2025 soll der 33 Kilometer lange Koralmtunnel zwischen der Steiermark und Kärnten in Betrieb gehen. Gegraben ist er schon längst, heuer wird er laut den ÖBB durchgehend mit Schienen ausgestattet. Auf der Kärntner Seite nimmt die Koralmbahn Ende des Jahres bereits den regulären Betrieb auf, in der Steiermark fehlt ja noch der Abschnitt südlich von Graz. In Betrieb genommen wird heuer immerhin das neue Service- und Instandhaltungszentrum in Werndorf.
Semmeringtunnel erst in sieben Jahren fertig
Weitaus mehr Geduld ist beim Semmeringtunnel gefragt: Dieser ist ja nach Verzögerungen aufgrund des schwierigen Gesteins in Niederösterreich frühestens Ende 2029 fertig. Dennoch geht viel weiter: Nach dem ersten Tunneldurchschlag im Vorjahr sind heuer zwei weitere geplant - vom Abschnitt Grautschenhof zum Portal in Mürzzuschlag (der Tunnel wird von mehreren Seiten in insgesamt drei Abschnitten gegraben).
Darüber hinaus wird Mitte des Jahres der Großteil des Bahnhof Mürzzuschlag nach der Modernisierung eröffnet, das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude wird dann wieder Reisenden zur Verfügung stehen. Außerdem öffnet für Interessierte eine neu gestaltete Ausstellung zum Megaprojekt in Mürzzuschlag - in Form einer Info-Box.
Großer Umbau in Raaba geplant
Abgesehen von den beiden großen Tunneln stehen heuer vor allem die Vorarbeiten für weitere Großprojekte an. So wird die Haltestelle Raaba umgebaut, hier soll ein moderner Nahverkehrsknotenpunkt inklusive einer Straßenunterführung entstehen. Das soll auch Staupunkte in Raaba entschärfen. Weitergeführt werden zudem die Planungsarbeiten für die Elektrifizierung der Ostbahn von Graz bis Ungarn (bis 2028 soll die Umsetzung erfolgen), die Modernsierung der Ennstalstrecke und den zweigleisigen Ausbau zwischen Werndorf und Spielfeld-Straß.
Mitarbeiter-Wohnungen werden wieder wichtiger
Interessant ist, dass leistbare Mitarbeiter-Wohnungen wieder wichtiger werden und bei der Suche nach neuem Personal eine größere Rolle spielen. Vor allem die Sanierung bestehender Gebäude steht im Fokus. Bis Sommer werden etwa Wohnungen in Friedberg und Selzthal modernisiert, bei Projekten in Graz und Knittelfeld beginnt die zweite Baustufe. Finanziert wird die Sanierung durch Verkäufe von nicht mehr benötigten Gebäuden und Grundstücken.
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