Ein schlampiger Mitarbeiter ließ in einer Kärntner Gemeinde Rechnungen liegen. Nun flattern einigen Bürgern hohe Nachzahlungen ins Haus.
Mehr als 1000 Euro an Kindergartengebühren musste eine Mutter seit dem Jahr 2018 nachzahlen, obwohl sie einen monatlichen Dauerauftrag mit der Gemeinde abgeschlossen hatte. Aber das Geld wurde nie abgebucht. Kein Einzelfall. Auch Gebühren für Straßen, Friedhof, Müll oder Kanal wurden vielen nicht in Rechnung gestellt.
„Der zuständige Mitarbeiter agierte schlampig, hat einige Rechnungen ausgestellt, andere liegenlassen. Zudem verbuchte er Einnahmen falsch“, erzählt der Bürgermeister.
Die Aufarbeitung dieses Falles läuft seit gut einem Jahr - und ich bin froh, dass unsere Bürger Verständnis dafür haben.
Der Bürgermeister
Mitarbeiter sei überfordert gewesen
Auf den Fall aufmerksam wurde die Gemeindeaufsicht des Landes bei der Kontrolle der Finanzen. „Unsere Buchhaltung glich einem Schweizer Käse. Wir haben uns daraufhin sofort von unserem Mitarbeiter getrennt. Er gab an, überfordert gewesen zu sein“, so der Bürgermeister. Und fügte hinzu: „Es sind leider diese Fehler passiert! Ich bitte aber alle betroffenen Bürger um Verständnis. Wir sind inzwischen seit einem Jahr dabei, Schritt für Schritt die Fehler zu korrigieren, weshalb wir zahlreiche Nachzahlungen verschicken müssen.“
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