Unternehmer im Lieser-Maltatal geht nach 40 Jahren in Pension. Das Tal steht nun ohne fixen Bestatter da.
Rund um die Uhr müssen die Bestatter erreichbar sein. Ein Job, der außergewöhnlich ist, körperlich und psychisch belastet und keinesfalls einfach ist!“, erklärt Walter Egger, Innungsmeister der Kärntner Bestatter.
Immer weniger wollen arbeiten
Und wie einige andere Branchen habe auch die Bestattung mit einem Mitarbeitermangel zu kämpfen. Egger: „Vor allem wochenends will kaum jemand arbeiten, wo doch freitags und samstags die meisten Beerdigungen stattfinden.“
Zusätzliche Probleme bereite eine Pensionierungswelle, wie es aktuell im Lieser-Maltatal der Fall sei. „Ich verabschiede mich nach 40 Jahren in den Ruhestand“, hat Bestatter Rainer Luxenberger bekannt gegeben. Und er erntet Lob von Egger: „Für ihn war Urlaub wohl ein Fremdwort. Er war 365 Tage im Jahr rund um die Uhr erreichbar. Danke dafür!“
Kein Nachfolger
Ein Nachfolger konnte für den 60-Jährigen nicht gefunden werden. Und so steht das Tal derzeit ohne eigene Bestattung da. Den Dienst übernehmen wird wahrscheinlich die städtische Bestattung Spittal. „Aber fix ist das noch nicht. Denn wir müssen uns erst einmal alles durchrechnen“, betont Bürgermeister Gerhard Köfer. Denn Bestattung sei unter anderem auch Kommunensache.
In den vergangenen zehn Jahren verzeichnete der Innungsmeister vier Schließungen. „Vakante Gebiete werden von anderen Bestattungen übernommen, für sie bedeutet das ein Unternehmenswachstum. Neugründungen gab es in den letzten 15 Jahren keine“, bedauert Egger.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.