Die neuen Anwärter der Schnellen Interventionsgruppe übten im Rahmen ihrer sechswöchigen Grundausbildung jüngst am ÖBB-Ost-Bahnhof in Villach. Die „Krone“ war mit auf Schiene.
Insgesamt 14 Beamte der Sondereinheit SIG, sprich der Schnellen Interventionsgruppe, sind aktuell für ganz Kärnten im Einsatz. Und dies 24 Stunden pro Tag. Im Optimalfall sollten schon bald noch sechs Sonderkräfte hinzukommen. Sofern die aktuell 20 neuen Anwärter, die allesamt bereits mindestens zwei Jahre im Polizeidienst stehen, auch den strengen Anforderungen entsprechen.
Denn die Männer der Schnellen Interventionsgruppe sind das Bindeglied zwischen den uniformierten Streifenbeamten und der Spezialeinheit Cobra – und kommen unter anderem dann zum Einsatz, wenn Waffen im Spiel sind. Ausgenommen bei Fällen, in denen Schusswaffen eingesetzt werden – dies wäre dann offiziell ein Fall für die Cobra.
Schon die Auswahlkriterien für die Grundausbildung zur Schnellen Interventionsgruppe sind streng. Und selbst wenn man diese positiv erledigt hat, wird aussortiert.
SIG-Ausbilder Andreas Urschitz, seit 13 Jahren Polizist aus Leidenschaft
„Unsere Teams, also drei Mann pro Fahrzeug, werden im Schnitt dreimal täglich zur Unterstützung angefordert. Das reicht von Fällen häuslicher Gewalt, Randalierern über gefährliche Drohungen bis hin zu Selbstmordszenarien. Neben unserer Taser-Bewaffnung sind wir aber auch Dank unserer notfallmedizinischen Ausstattung (Defibrillator im Einsatzfahrzeug; Anmerkung der Redaktion) in der Lage, schnellst möglich Erste Hilfe zu leisten“, so Ausbilder Andreas Urschitz zur „Krone“.
Kärnten-Steiermark-Kooperation
Donnerstag wurde am ÖBB-Gelände in Villach fleißig geübt und ausgebildet. Spezielle Einsatz-Szenarien in Zugabteilen. Und dies bundesländerübergreifend. Denn Kärnten und die Steiermark ziehen in Sachen SIG-Ausbildung an einem Strang. Sechs der insgesamt 20 Anwärter werden schlussendlich (hoffentlich) in Kärnten im Einsatz sein.
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