Das Einsatzgebiet der Bergrettung Lienz ist riesig und die Retter - die eben erst ihre neue Einsatzbekleidung erhalten haben - sind oft draußen unterwegs, um die Bergwelt besser kennenzulernen.
„Die klassischen Bergziele kennt man und wir wissen, wie wir dort so schnell wie möglich hinkommen, aber es gibt in unserem Einsatzgebiet auch unzählige Wege und Jägersteige, die nirgends verzeichnet sind", schildert der Lienzer Ausbildungsleiter Matthias Pargger.
„Wir decken flächenmäßig 16 Osttiroler Gemeinden ab und sind sogar die größte Einsatzstelle Tirols“, erklärt Tom „Zimml“ Zimmermann, der nicht nur ein Bergsport-Fachgeschäft in Lienz führt, sondern seit 2016 auch die Bergrettung Lienz leitet, die insgesamt 87 engagierte Bergretter und Bergretterinnen zählt.
59-mal mussten die ehrenamtlichen Alpinretter allein im heurigen Jahr ausrücken: „Die Hälfte unserer Einsätze sind Stürze im Bikepark Lienz und die Bergung von erschöpften Klettersteiggehern in der beliebten Galitzenklamm.“
Nachwuchsprobleme gibt es bei den Lienzern nicht und sogar Kärntner wollen in Osttirol ausrücken, um Menschen in Bergnot zu helfen. Lena Schwarzl aus Oberdrauburg und Mariella Findl aus dem Mölltaler Döllach sind deshalb bei der Orientierungsübung mit dabei, quasi um erste Bergrettungsluft zu schnuppern.
„Wir wohnen in Lienz, weil wir in Osttirol bessere, berufliche Chancen haben als in Oberkärnten und das Miteinander passt hier perfekt“, so die bergbegeisterten 24-Jährigen.
Doch auch sonst arbeiten die Lienzer eng mit ihren Oberkärntner Bergrettungskameraden zusammen. Zimml: „Wir haben den Kärntnern dafür mehrere Digitalfunkgeräte zur Verfügung gestellt, um im Notfall auch länderübergreifend kommunizieren zu können, weil Kärnten noch immer analog funkt."
Besonders stolz sind die Lienzer aktuell auf ihre neue, hochfunktionelle Einsatzbekleidung der Outdoor-Marke Arc‘teryx. Neben Tirol und Oberösterreich wird als nächstees auch die Kärntner Bergrettung mit dieser neuen, modernen Einsatzbekleidung ausgestattet. Kein leichtes Unterfangen, denn alle Ortsstellen mussten bereits eigene Anproben der neuen Ausrüstung organiseren, damit jeder Retter die richtige Größe erhält.
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