Wie zu Silvester schoss ein Ex-Bürgermeister am helllichten Tag vor dem Haus Raketen ab. Die Knallerei sorgte für Aufregung. Entsetzte Anrainer befürchteten eine Gewalttat.
Die beschauliche Idylle in der 1300-Seelen-Gemeinde im Bezirk Eisenstadt war plötzlich getrübt. Unter das Geläut der Kirchenglocken mischten sich ohrenbetäubende Töne, die nach Schüssen aus einer Kleinkaliberwaffe klangen. Sofort herrschte Aufregung. Aufgeschreckte Bewohner waren beunruhigt, manche befürchteten das Schlimmste.
Wirbel um Knallerei
Prompt ging bei der Polizei ein Notruf ein. Rasch stellte sich im Zuge des Einsatzes heraus, dass es sich bei der aufsehenerregenden Knallerei nicht um eine Gewalttat handelt. Tatsächlich hat der frühere Bürgermeister für Wirbel gesorgt. Der ÖVP-Politiker stand am helllichten Tag vor dem Haus und schoss Feuerwerkskörper ab.
Fast in Schlangenlinie flogen die Raketen in Hüfthöhe durch die Luft, bis sie kurz darauf lautstark explodierten.
Ein Augenzeuge
Nicht zu überhören war auch das Gebell eines aufgescheuchten Hundes in der Siedlung. Gelassen reagierten andere Anrainer. Sie erinnerten sich an eine Szene aus der rotweißroten TV-Kultserie „Ein echter Wiener geht nicht unter“, als der legendäre Mundl Sackbauer in feucht-fröhlicher Laune zum Jahreswechsel eine Rakete in die Wohnung eines Nachbarn abgefeuert und so tollpatschig einen Brand ausgelöst hatte.
Kategorie F2 verboten
Weniger dramatisch waren die Folgen der „Silvesterfeier“ des Ex-Kommunalpolitikers, wenngleich sogar die Verwendung von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 wie Schweizer Krachern und Knallfröschen im Ortsgebiet grundsätzlich ganzjährig verboten ist. Nur amtierende Bürgermeister dürfen Ausnahmen erlauben.








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