AK kritisiert

Unternehmen putzen sich bei Reinigungskräften ab

Oberösterreich
03.10.2022 17:00

„Wie im echten Leben“ heißt ein aktueller Film, in dem der französische Filmstar mit Juliette Binoche als Schriftstellerin undercover in einer Putzkolonne mitarbeitet. Wie im falschen Film kommen sich hingegen viele der 12.314 oö. Reinigungskräfte vor, so AK-Präsident Andreas Stangl.

Laut Kollektivvertrag für Denkmal-, Fassaden und Gebäudereinigung liegen aktuell die Brutto-Stundenlöhne zwischen 9,71 und 11,74 Euro. Umgelegt auf eine Vollzeitbeschäftigung entspricht dies 1680 Euro brutto. Stangl: „Es braucht endlich eine gerechte Entlohnung, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Wertschätzung.“

Die Liste der Leiden ist lang 
Neben dem täglichen Kontakt mit Viren und Bakterien müssen Reinigungskräfte auch mit Chemikalien arbeiten. Zwischen 2019 und 2021 gab es 112 Fälle mit Hauterkrankungen bei der AUVA. Anerkannt wurden acht davon.

„Unsichtbar“ und einsam
Hinzu kommt, dass Reinigungskräfte sozusagen „unsichtbar“ sind. Sie arbeiten häufig zu Randzeiten, meist alleine und ohne Ansprechperson. Viele Putzkräfte fühlen sich deshalb einsam und isoliert.

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