Lokalaugenschein

Ansturm: Vor CO²-Steuer noch einmal volltanken

Kärnten
30.09.2022 11:48

Gute Stimmung sucht man am Freitag bei der Magistratstankstelle in Klagenfurt vergeblich. Die CO²-Steuer, die ab 1. Oktober eingeführt wird, sorgte erneut für einen Ansturm auf die Tanksäulen. Die „Krone“ war vor Ort:

1,81 Euro kostet der Liter Diesel bei der Magistratstankstelle in der Kirchengasse in Klagenfurt, Super „nur“ etwa 1,53 Euro. Schon seitdem die Preise für Sprit angestiegen sind, bilden sich immer wieder lange Schlangen vor der Tankstelle, bei der es Benzin und Diesel etwas billiger gibt. „Die Preisgestaltung der Magistratstankstelle kann nicht mit jeder anderen Tankstelle verglichen werden. Denn sie ist in erster Linie darauf ausgerichtet, kostendeckend zu wirtschaften“, heißt es auf der Website der Stadt.

Ordnungsamt muss Verkehrschaos verhindern
In den letzten Tagen vor der Einführung der CO²-Steuer, die den Sprit pro Liter noch einmal um etwa 9 Cent teurer macht, kam es immer wieder zu Verkehrschaos in der Flatschacherstraße und Kirchgasse. Das Ordnungsamt ist deshalb für die Koordination vor Ort zuständig. „Wir achten darauf, dass wegen des Andrangs die Straßen nicht versperrt werden und es zu keinem Chaos kommt!“, berichtet ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes. „Weil die Fahrzeuge von beiden Richtungen kommen, und die Lenker sich teilweise gegenseitig nicht in die Schlange lassen, staut es sich!“, heißt es weiter.

„Das kommt teuer!“
Autofahrer, die noch einmal volltanken, haben kein Verständnis für die Politik: „Dass das Volk in Zeiten der Teuerung noch einmal zur Kassa gebeten werden, finde ich eine Frechheit“, sind sich viele einig. Gerade deshalb sind auch Kanister keine Seltenheit, in die der Sprit noch einmal extra abgefüllt wird. Manfred Birbaumer ist Landwirt in Maria Rain: „Die Energiekosten sind extrem hoch, auch für viele Maschinen brauche ich Diesel. Das kommt dann teuer.“

Aufs Autofahren verzichten wollen bzw. können aber trotzdem nur wenige: „Mein Mann ist beeinträchtigt, ohne Auto geht bei uns gar nichts!“, erzählt Pensionistin Gertraud Fritzer. Mit der Politik sei sie unzufrieden. Viola Reuther hat zwar ein Auto, fährt mittlerweile aber öfter mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: „Ich fahre mit dem Bus, die CO²-Steuer ab 1. Oktober finde ich unsinnig!“

Die Stadt Klagenfurt versichert jedenfalls trotz des Ansturms auf die Tanksäulen, dass die Tanks derzeit gefüllt sind und es zu keinen Engpässen kommen sollte.

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