30 Frauen und Männer

Im „Narzissendorf“: Dorfkümmerer für alle Fälle!

Kärnten
16.06.2024 19:00

Das Narzissendorf St. Marein hat viele Kümmerer, allen voran der „Dorfbürgermeister“. Ein harter Kern tut alles, damit es schön bleibt. Seit kurzem gibts sogar einen Radweg. 

Ein Dorf für alle Fälle – das passt für den Ort St. Marein, wo bereits seit 52 Jahren ein frischer Wind weht! Die Dorfkümmerer, also zirka 30 Frauen und Männer der Dorfgemeinschaft, lassen ihren kleinen Ort seit 52 Jahren erstrahlen. „Bei uns ist immer was los, weil wir alles mit Freude machen“, sagt Dorfkümmerer Helmut Vallant.

Begonnen hat’s ja mit der Laienschauspielgruppe: „Wir haben jahrzehntelang Theater gespielt. Heute fehlen leider engagierte Nachfolger“, so Obmann Ferdinand Schwaiger. Dem 73-Jährigen wurde ja bereits der Titel Dorfbürgermeister zuteil.

30.000 Narzissen: „Im Frühjahr erblüht unser ganzes Dorf“
Von den organisierten Fitmärschen über Bildungs- und Kulturtage bis hin zum verdienten Titel Narzissendorf. „Im Frühjahr erblüht unser ganzes Dorf. Wir haben ja vor 16 Jahren 30.000 Narzissen gesetzt. Viele Besucher kommen bereits von weit her, um unser Narzissenmeer zu sehen“, weiß Ottilie Schwaiger. Die Frauen kümmern sich liebevoll darum, dass Blumen auch Dorf und Kirchplatz schmücken.

Bei der Marienstatue Helmut Vallant & Gabriele Klapsch.  (Bild: Evelyn Hronek)
Bei der Marienstatue Helmut Vallant & Gabriele Klapsch. 

„Wir haben auch eine Tritsch-Tratsch-Runde, wir treffen uns regelmäßig zum Töpfern, Weben oder zum Spinnen. Da wird natürlich viel geratscht“, erzählt Gabriele Klapsch. Am Dorfplatz stülpt sich ein Tulpenbaum über den „Platz der Begegnung“. Daneben plätschert das Wasser beim Brunnen.

„Dorfbürgermeister“ Ferdinand Schwaiger bei der Kunstsäule. (Bild: Evelyn Hronek)
„Dorfbürgermeister“ Ferdinand Schwaiger bei der Kunstsäule.

„Da treffen wir uns zum Gedankenaustausch. Es ist auch Lieblingsplatz der Jugend“, sagt Mathias Rafling. Die Mariensäule aus dem 17. Jahrhundert, die gleich daneben steht, haben die Kümmerer vor bald 20 Jahren vor dem Verfall gerettet. Schwaiger erinnert sich: „Die denkmalgeschützte Mariensäule konnte damals durch unsere Initiative gerettet werden.“

Sicherer Radweg nach Wolfsberg (Bild: Evelyn Hronek)
Sicherer Radweg nach Wolfsberg

Erst kürzlich haben die Kümmerer die Marienstatue in der Kirchenmauernische, die völlig verwachsen war, freigelegt: „Da war nur noch eine Gstätten.“ Nun haben sich die Dorfkümmerer auch einen sicheren Radweg bis Wolfsberg organisiert. Die dekorativen Hinweisschilder für die Radler hat der stellvertretende Dorfgemeinschaftsobmann Dietmar Klapsch konzipiert. „Wir wollten ein attraktiveres Radwegenetz schaffen, auf dem wir nach Wolfsberg und Umgebung sicher am Weg sind.“

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