21.09.2022 19:44 |

Wegen Energiekrise

FIS warnt vor Absagen: ÖSV kritisiert „Panikmache“

Der Ski-Weltverband FIS rechnet damit, dass die Energiekrise im kommenden Winter zu zahlreichen Ausfällen von Weltcup-Veranstaltungen im nordischen und alpinen Skisport führen könnte. Beim ÖSV kann man diese Prognose nicht nachvollziehen. „Panikmache ist nicht angebracht“, sagt Generalsekretär Christian Scherer.

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FIS-Generalsekretär Michel Vion hatte am Mittwoch beim Forum Nordicum der internationalen Skisport-Journalisten in Kranjska Gora mit seinen Aussagen aufhorchen lassen. Vion sagte, dass die FIS gegenwärtig keinen Plan B habe. Er verwies unter anderem auf die energieintensive Schneeproduktion und Flutlichtveranstaltungen als Problemfelder.

Es sei nicht einfach, wenn die Menschen Wasser und Strom sparen müssten, nebenan aber Wettbewerbe vorbereitet und durchgeführt würden. Vion geht prinzipiell davon aus, dass Weltcups kurzfristig verlegt werden könnten. „Kommt eine Absage einen Monat vor dem geplanten Termin, ist das aber nicht mehr möglich“, so der FIS-Generalsekretär.

„Warum sollte es gerade im Skisport zappenduster werden?“
ÖSV-Generalsekretär Scherer zeigte sich irritiert von den Statements. Der ÖSV habe den Weltverband darüber auch in Kenntnis gesetzt. „Grundsätzlich ist nicht von der Hand zu weisen, dass dieses Problem kommen könnte. Der Sport ist wie alle Bereiche mit Herausforderungen konfrontiert, und Herausforderungen sind dazu da, gelöst zu werden - aber gemeinsam“, sagte er. Es müssten alle ihren Beitrag leisten. „Warum sollte es gerade im Skisport zappenduster werden?“

In Österreich würden alle Beteiligten im Wintersport und Tourismus an gemeinsamen Konzepten arbeiten. „Wenn alle ihren Beitrag leisten, dann wird der Wintersport stattfinden. Dann werden die Bergbahnen aufsperren, dann wird es Publikumsskifahren geben und auch Weltcup-Events“, betonte Scherer. Vergangene Winter hätten gezeigt, dass der ÖSV bei Absagen von Veranstaltungen kurzfristig Ersatzorte aufstellen kann.

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