Aufregung in der Landeshauptstadt: Hinter den Kulissen des Wohnungsmarktes rumort es. Beim Prestigeprojekt „La vie en rose“ wird Kritik an Mängeln laut. Das Gebäude soll um mehr als einen Meter zu hoch gebaut worden sein.
Ein „Leben durch die rosarote Brille“ bedeutet „La vie en rose“ frei übersetzt. Düster ist hingegen der Blick von Kritikern des Eisenstädter Immobilienprojekts mit 40 Eigentumswohnungen nahe dem Schlosspark, großzügigen Freiflächen und viel Aussicht.
1,3 Meter zu hoch
In Wahlkampfzeiten tauchte nun der Verdacht auf, dass der Komplex in sparsamer Niedrigenergiebauweise um 1,3 Meter zu hoch errichtet worden sei und somit gegen die offiziellen Vorgaben verstoße. „Solche Baumängel haben Folgen. Demnach muss die Zufahrtsstraße ausgebessert werden, könnte sein, dass die Kosten aus der öffentlichen Hand beglichen werden müssen“, greift die SPÖ Eisenstadt die Kritik auf.
Ein weiterer Vorwurf: Der Baugrund sei zu günstig veräußert worden und jetzt extrem viel wert. Die Rede ist von einer Wertsteigerung von 180 Euro pro Quadratmeter auf mittlerweile nahezu 800 Euro.
Verstöße meldepflichtig
Die Forderung der SPÖ nach rascher Aufklärung richtet sich an die Stadtgemeinde, konkret direkt an Ortschef Thomas Steiner (ÖVP). „Der Bürgermeister ist Baubehörde erster Instanz. Verstöße gegen Baupläne muss er umgehend melden, sonst macht er sich selbst strafbar“, merkte Günter Kovacs von der SPÖ an.
Im Zuge der Vorwürfe erwarten wir uns von der Stadtgemeinde rasch Aufklärung und kein Abwarten bis nach den Wahlen.
Günter Kovacs, SPÖ-Bundesrat aus Eisenstadt
Keine Mängel bei Höhe
Die Antwort der Stadtgemeinde auf die Kritik folgte prompt. „Das Gebäude ist laut Bescheid auf drei Zentimeter genau gebaut. Die Aussagen der SPÖ dürfte dem Wahlkampf geschuldet sein“, heißt es dazu in einer ersten Reaktion aus dem Rathaus. Mängel seien nach sofortiger Überprüfungen der Höhe keine feststellbar.
Die Schlussmessung durch den Geometer bestätigte beim Bau die Einhaltung der Höhe der Bewilligung von 196,00 Meter über Adria.
Michael Bieber, ÖVP-Klubobmann
„Kein Plan, keine Ideen - alles was Günter Kovacs von der SPÖ offensichtlich im Wahlkampf bleibt, sind haltlose Unterstellungen und das Anpatzen von Mitarbeitern unserer Stadt. Ein Wahlkampf sollte nicht auf Lügen aufgebaut sein“, erwiderte der Klubobmann der ÖVP, Michael Bieber.









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