Nicht, dass Großbritannien ohne Queen vor dem Chaos stünde - aber das Protokoll sieht vor, dass Charles, der ewige Thronfolger, bereits heute die Regentschaft offiziell übernimmt und zum neuen König ausgerufen wird - eineinhalb Tage nach dem Tod seiner Mutter Elizabeth II. Ein Tod, der die Welt bewegt - oder wie es manche Zeitungen formulierten, über den die ganze Welt weint. Ganz so dramatisch ist es nicht, aber alles redet von der unvergleichlichen Monarchin, die unglaubliche 70 Jahre lang die Krone trug. Auch in der „Krone“ berichten wir heute auf zehn Seiten über Elizabeth II und Charles III. Dieser zeigte sich gestern gemeinsam mit seiner Camilla vor dem Buckingham Palast, wo Tausende Trauernde für ein riesiges Blumenmeer zum Gedenken an die Königin sorgen. Karl III. mischte sich dort unters Volk, ehe er am Abend zu diesem via TV sprach. Er dankte dabei seiner „lieben Mama“ für ihre „Liebe und Hingabe an unsere Familie und an die Familie der Nationen“. Und emotional wünschte er Elizabeth: „Mögen Schwärme von Engeln dich zur Ruhe singen.“ Wie die Briten dem neuen König begegnen werden? Das analysieren heute in der „Krone“ gleich mehrere Autoren und Kenner, bzw. Kennerinnen. Die in Österreich lebende Politologin Melanie Sully etwa geht davon aus, dass Charles politisch aktiver sein werde als seine Mutter. Genug Zeit, sich auf sein neues Amt vorbereiten zu können - die hatte Charles jedenfalls.
„Geleimte“ Parteikollegen. Auf sein neues Amt vorbereiten konnte sich auch Christopher Drexler, Landeshauptmann der Steiermark seit Juli dieses Jahres - weil Vorgänger Hermann Schützenhöfer Drexler schon jahrelang als Thronfolger aufbaute. Weitere Parallelen zwischen Christopher I. und Karl III. wollen wir hier aber nicht ziehen. Sondern nur erwähnen, dass der Jung-Landeshauptmann, der in seiner politischen Frühphase eifrig gegen Wien (das inkludiert die eigene Partei) gewettert hatte, sich im TV-Club 3 von „Krone“, „Kurier“ und „Profil“ (Ausstrahlung heute Abend auf krone.tv und SchauTV) unglaublich zahm gab. Da lobt er Kanzler und Bundesparteiobmann Karl Nehammer über den grünen Klee. Schließt sich der Parteigeschäftsführerin Laura Sachslehner an, die heftig kritisiert hatte, dass Asylbewerber auch in den Genuss des Klimabonus kommen. Bekanntlich hatten Grüne und ÖVP gemeinsam den Bonus beschlossen. Dass der 500er auch an Asylwerber ausbezahlt wird hält Drexler für einen „Leger“ und meint, das sei „kein Zeichen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“ in der türkis-grünen Koalition. Emotional und eindeutig wird Drexler vor allem in einer Frage: Wer die Russland-Sanktionen in Frage stelle, „geht der russischen Propaganda auf den Leim“. Na, da hat er ja einige „geleimte“ Parteikollegen!
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