Österreich wird gerade nach und nach vom einst billigen Russengas entwöhnt. Die Suche nach Alternativen läuft, und LH Thomas Stelzer (ÖVP) hat über den Sommer auch das „Fracking“ im heimischen - sprich österreichischen und womöglich auch in Oberösterreich liegenden - Boden ins Gespräch gebracht. Also das chemisch unterstützte Herauspressen von Schiefergas aus tiefen Gesteinsschichten. Was ist aus diesem Vorstoß geworden?
Am ausführlichsten hat LH Stelzer sich dazu kürzlich in seinem Sommer-Podcast geäußert: „Wir müssen andere Gasanbieter und möglicherweise auch eigene Rohstoffvorkommen nützen, Stichwort: Bio-Fracking. Also, dass wir aus unserem eigenen Boden das Gas herausholen, aber auch eine Beschleunigung der erneuerbaren Energien.“
Zuständig ist das Finanzministerium
Stelzer räumt aber ein, dass das nicht nur eine technische, sondern auch eine Umwelt-Herausforderung sei. Einige Kritik hat es an seinem Vorstoß schon gegeben. Weshalb er auf die Nachfrage der „Krone“, wo denn das Fracking-Gas bleibe, nur mitteilt, er sei „weiterhin dafür, alle Möglichkeiten zu prüfen, um die einseitige Abhängigkeit von Russland im Energiebereich zu beenden“. Zuständig für Gasvorkommen sei aber nicht das Land, sondern der Bund, konkret das Finanzministerium.
Energieunternehmen winken allerdings ab
Die RAG, die auch in Oberösterreich schon lange Erdöl und Erdgas (konventionell) fördert, teilt auf „Krone“-Nachfrage mit, sie habe keinerlei Absichten, mit Fracking anzufangen. Auch die OMV, die 2018 und 2019 im Weinviertel in Niederösterreich schon seismische Bodenuntersuchungen nach Fracking-Gas vorgenommen hat, winkt mittlerweile ab. Nur die Politik könnte das ändern.









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