Westwien-Manager Wilczynski klagt vor Saisonstart über fehlende Unterstützung. „Wenn sich das nicht ändert, müssen wir zusperren“
Dem Start der ZTE-HLA am Freitag gegen Vöslau (18) blickt Conny Wilcznyski sportlich zuversichtlich entgegen. „Wir können um den Titel mitspielen.“ Das trifft auf die allgemeine wirtschaftliche Lage der Westwiener Handballer nicht zu. „Wir haben nach Corona neun Sponsoren verloren. Nach zehn Jahren geht uns die Luft aus. Wir haben geografisch und wirtschaftlich keinen Platz in Wien“, klagt der Manager, den die Situation persönlich belastet. Die Trainingssituation sei zermürbend. „Wir pendeln zwischen sieben verschiedenen Hallen, müssen fast jede Stunde privat finanzieren!“Die Heimstätte in der Südstadt kann einem Traditionsklub wie Westwien keine Identität vermitteln.
Seit Jahren hängt das Wohl an zwei Personen - Ferdinand Hager, mit SET-Bauprojektierung Hauptsponsor, und Wilczynski, der Gelder aus der Privatwirtschaft lukriert. „Wir wollten uns mehrmals am Bau einer Halle beteiligen, haben Konzepte vorgelegt, aber keine Unterstützung bekommen“, ist Wilczynski frustriert. Begleitet von düsteren Aussichten. „Wenn sich das nicht ändert, müssen wir zusperren!“ Wäre bitter für den gesamten Handball. Westwien ist neben den Fivers die zweite Talenteschmiede.
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