03.08.2022 18:25 |

Europaweite Dürre

Niederlande und England kämpfen mit Wassermangel

In vielen Teilen Europas kommt es wegen Dürre zu Wasserknappheit. Die Niederlande und England steuern diesem Mangel nun mit einer Vielzahl an Maßnahmen entgegen, wie etwa einem Gartenschlauchverbot.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Wegen der Dürre stellten die Niederlande nun offiziell eine Wasserknappheit fest. Um Wasser zu sparen, ist es in vielen Teilen des Landes derzeit untersagt, Bewässerungsanlagen für landwirtschaftliche Felder zu verwenden. Auch einige Kanäle wurden für den Schiffsverkehr gesperrt. So sind durch die niedrigen Wasserstände Flüsse etwa zum Teil mit Salzwasser aus dem Meer gefüllt. Vorrang bei Wasser haben jetzt die Sicherung wichtiger Deiche, Energiegewinnung und die Trinkwasserversorgung.

Zitat Icon

Die Niederlande sind ein Land des Wassers, aber auch hier ist Wasser kostbar.

Mark Habers, Infrastruktur- und Wasserminister

Appell an Eigenverantwortung
Wie der Infrastruktur- und Wasserminister Mark Habers erläuterte, wird die Trockenheit „immer sichtbarer in der Natur“ und betrifft schon bald „die sozialen Interessen“ der Niederländer. So sagte Habers auch: „Ich fordere alle Niederländer auf, genau zu überlegen, ob sie ihr Auto waschen oder ihren aufblasbaren Swimmingpool komplett befüllen sollten.“ Doch nicht nur die Niederlande sind von der Dürre betroffen: In vielen Teilen Europas nimmt Wasserknappheit zu. Diese Extremwettereignisse sind dem Klimawandel zuzuschreiben.

Zu wenig Regen in England
Neben den Niederlanden kämpft auch England mit Wasserknappheit. Im Südosten Englands sind etwa nur acht Prozent der üblichen Durchschnittsmenge an Regen gefallen, dieser Tiefwert soll für August und September ähnlich aussehen. Laut offiziellen Daten war der Juli somit der trockenste Monat in Großbritannien seit 1935. Durch diese extreme Knappheit verbraucht die Bevölkerung deutlich mehr Wasser. So wurden im Juli täglich 120 Millionen Liter Wasser mehr verbraucht als üblich. Mit diesen Werten könnte man vier weitere Städte versorgen, so der Wasserversorger der Region South East Water. 

Hohe Bußgelder
In den englischen Regionen Kent und Sussex wird es deshalb verboten, Gartenschläuche und Rasensprenger zu verwenden. Diese temporäre Maßnahme, die ab 12. August in Kraft tritt, kündigte die Wasserversorgung South East Water an. Wer diese Anordnung ignoriert, muss mit einer Geldstrafe bis zu 1000 Pfund rechnen, umgerechnet etwa 1200 Euro. Eine ähnliche Verordnung gab es zuvor bereits auf der Isle of Man.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sonntag, 14. August 2022
Wetter Symbol
(Bild: Krone KREATIV)