28.07.2022 08:25 |

Vorbild Dornbirn

Masterplan soll beim Energiesparen helfen

Dornbirn hat alle relevante Energiedaten auf einem Dashboard verknüpft - und kann somit punktgenau reagieren. Ein österreichweit einzigartiges Projekt. 

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Energie sparen und Potenziale für Erneuerbare Energie finden: Diese zwei Aufgaben stehen seit Kurzem wohl auf der Liste der dringlichsten Agenden jeder Stadt. Um die beiden Herausforderungen besser angehen zu können, hat Dornbirn nun ein neues Werkzeug an die Hand bekommen, den Energie-Master-Plan, kurz EMP. Wärmebedarf, Strombedarf, der gesamtstädtische Energieverbrauch sowie die CO2-Emissionen sind - aufgeteilt in verschiedene Bereiche wie Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus und Industrie - auf dem Dashboard aufgeschlüsselt. All diese Daten sollen Dornbirn den Weg zu einer klimaneutralen Zukunft erleichtern.

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Die hier gebündelten Informationen ermöglichen zielgerichtete und effiziente Maßnahmen. Etwa für den Ausbau der Fernwärme.

Stadträtin, Karin Feurstein-Pichler

Schub für die Erneuerbare Energie
Die Darstellung der verwendeten Energiequellen, des Verbrauchs und der Potenziale ist sogar für einzelne Gebäude möglich und ermöglicht der Stadt damit punktgenaue Maßnahmen. Die webbasierte Lösung, die auf einen Blick zeigt, wo diese Potenziale liegen, ist bis dato österreichweit einzigartig.

„Die Verknüpfung der Daten ist ein wichtiger Schritt. Jetzt geht es darum, aus den Informationen Ziele und Strategien zu entwickeln und Maßnahmen abzuleiten“, berichtet Energiestadträtin Karin Feurstein-Pichler. Gerade im Energiebereich seien Investitionen für den Ausbau von Sonnenstrom und Fernwärme, aber auch Maßnahmen, die den Energieverbrauch senken, wichtig. „Die aktuellen Energiepreise sind für viele Mitbürger und Mitbürgerinnen eine Herausforderung, werden aber dabei helfen, den Anteil erneuerbarer Energiequellen noch schneller zu steigern“, ist sie überzeugt. Wer sich informieren möchte, wo in Dornbirn welche Energie verbraucht wird und wie viel davon, findet das entsprechende Dashboard ab sofort auf der Homepage der Stadt.

Auch abseits des Energie-Master-Plans bemüht sich Dornbirn, klimafit zu werden. Über einen eigenen Budgetposten investiert die Messestadt heuer 170.000 Euro in den Klimaschutz. So werden etwa Trinkbrunnen aufgestellt, Baumpflanzungen vorgenommen, Abstellanlagen für Fahrräder erbaut oder Blumenwiesen angelegt. Gefördert werden soll mit den finanziellen Mitteln auch der Umstieg auf eine umweltfreundliche Mobilität. Dabei helfen etwa neue Radabstellanlagen oder Radservicestationen. Dornbirn will durch diese Maßnahmen Vorbild für private Investoren sein.

 Vorarlberg-Krone
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