
Bereits am 6. Juni waren im Ernst-Happel-Stadion und im Wiener Prater die Lichter ausgegangen. Am Samstagabend gab es in dem Gebiet erneut einen Stromausfall. Von 19.50 bis 22 Uhr waren Teile des Vergnügungsparks in der Leopoldstadt finster. Fahrgäste wurden nach einem kurzen Schrecken aus ihrer teils misslichen Lage befreit. Für den Präsidenten des Praterverbandes tut der zweite größere Stromausfall binnen weniger Wochen „wirtschaftlich weh“.
Buntes Treiben herrschte Samstagabend im Prater. Die Stimmung war ausgelassen. Doch plötzlich ging der Strom aus. Ein Großteil der Fahrgeschäfte stand plötzlich still. Angst musste aber niemand haben. Denn die beliebten Attraktionen sind mit Notstromaggregaten ausgestattet. In der Geisterbahn ging das Notlicht an. Ein Bediensteter sorgte dafür, dass die Fahrgäste nach kurzem Schrecken ins Freie gelangten.
Kein Feuerwehr- oder Rettungseinsatz nötig
Auch bei anderen Betrieben mussten Personen evakuiert werden. Wer während des Stromausfalls in der Achterbahn festsaß, war ebenfalls sicher. „Unsere Mitarbeiter sind darauf geschult“, erklärt Stefan Sittler-Koidl, Präsident des Praterverbands und Besitzer des „Volare“. In Fällen wie diesen können die Bremsen geöffnet werden und der Waggon kann sich weiter bewegen. Dadurch war am Samstag auch kein Feuerwehr- oder Rettungseinsatz erforderlich.
„Das Ärgerliche ist, dass es schon zum zweiten Mal in kurzer Zeit einen Stromausfall gab. Und das mitten in unserer Hauptgeschäftszeit am Samstagabend. Das tut wirtschaftlich weh“, ist Sittler-Koidl sauer. Dieses Mal waren wieder das Stadion sowie Fahrgeschäfte im Vergnügungspark und 400 Haushalte betroffen. Aber nicht bei allen Betrieben ging das Licht aus. So drehte sich das Riesenrad in voller Beleuchtung weiter.
Das Ärgerliche ist, dass es schon zum zweiten Mal in kurzer Zeit einen Stromausfall gab. Und das mitten in unserer Hauptgeschäftszeit am Samstagabend. Das tut wirtschaftlich weh.
Stefan Sittler-Koidl, Präsident des Praterverbands
Bis 1 Uhr früh ging das Prater-Treiben dann wieder weiter
Laut Wiener Netze handelte es sich um ein „technisches Gebrechen“, das zu zwei Störungen führte, die um 19.39 Uhr in der Leopoldstadt begannen. Die erste konnte um 21.32 Uhr und die zweite um 22.14 Uhr behoben werden. Die Prater-Besucher ließen sich ihre gute Laune aber nicht nehmen. Nachdem der Park wieder in seinen bunten Lichtern erstrahlte, war er noch bis 1 Uhr in der Früh in Betrieb.
Am 6. Juni hatte ein defektes Verbindungsstück eines Stromkabels für den Stromausfall gesorgt. Damals waren 1500 Haushalte betroffen. Der Großteil hatte innerhalb einer Stunde wieder Energie. Allerdings stand im Bereich des Lusthauses erst am Vormittag des 7. Juni wieder Strom zur Verfügung.














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