23.07.2022 07:08 |

Regierungsfahrplan

Inzidenz im Ländle liegt zwischen 2000 und 3000

Während auf Bundesebene gerade heftig über das Aus der Quarantäne-Pflicht für Covid-Infizierte gestritten wird, hat die Vorarlberger Landesregierung am Freitag einen Lage-Check und einen Fahrplan für die kommenden Monate präsentiert. So viel vorweg: Vorarlberg sieht sich für den Sommer und den Herbst in Sachen Pandemiebekämpfung gut gerüstet - und das trotz steigender Zahlen.

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Zur derzeitigen Situation: Die beiden Corona-Mutationen BA.5 und BA.4 sind in Vorarlberg längst dominant und machen rund 80 Prozent der registrierten Covid-Fälle aus, informierte Gesundheits-Landesrätin Martina Rüscher (ÖVP). Zwar liegt die offizielle 7-Tage-Inzidenz für Vorarlberg momentan bei 790, doch würde dieser Wert wegen der stark verringerten Testtätigkeit kein allzu gutes Bild mehr von der tatsächlichen Lage abgeben, meinte Rüscher.

Umso nützlicher sei deswegen die Kontrolle der Abwässer. Bis dato wurde das Abwasser von sechs Kläranlagen im Land untersucht. Zwar möchte der Bund die Überprüfung auf nur drei Anlagen reduzieren, Rüscher betonte aber, dass Vorarlberg weiterhin in allen sechs Kläranlagen testen wird. Zieht man die Werte dieser Untersuchungen heran, so lässt sich aktuell eine 7-Tage-Inzidenz von 2000 bis 3000 errechnen - also ein weit höherer Wert als der offizielle.

Angebot punktuell zurückgefahren
Gerald Fleisch, Direktor der Landeskrankenhäuser, bestätigte, dass die Lage in den Spitälern zwar angespannt, aber stabil sei. Am Freitag wurden etwa 50 Covid-Patienten in den Krankenhäusern betreut, vier davon auf den Intensivstationen. Um die Mitarbeiter nach zwei Jahren Pandemie etwas zu entlasten, wurde punktuell das Angebot zurückgefahren - auf der Orthopädie in Feldkirch zum Beispiel oder auf der Psychiatrie. Die akute Notversorgung sei aber gewährleistet, berichtet Fleisch. Auch die Krisenlager sind gut gefüllt, insgesamt blickt Fleisch zuversichtlich in Richtung Herbst.

Mobile Impfteams on Tour
Apropos Herbst: Da wird das Impfangebot des Landes wohl wieder stärker genutzt werden. Schon jetzt ist ein deutlicher Anstieg bei den Impfungen zu bemerken. Die mobilen Impfteams nehmen derzeit wöchentlich zwischen 400 und 800 Immunisierungen vor - „Tendenz stark steigend“, wie Rüscher berichtete.

Um immer wieder auftretende Wartezeiten bei den Impfungen zu vermeiden, appelliert das Land, sich wieder verstärkt für die Injektionen anzumelden und sich auf diese Weise einen fixen Termin auszusuchen.

Impfstoff noch nicht angepasst
Der Covid-Beauftragte der Vorarlberger Ärztekammer, Robert Spiegel, empfiehlt eine dreiteilige Immunisierung. Wer dreifach geimpft ist, sei zwar nicht vor einer Infektion geschützt, genieße aber die Sicherheit, mit bis zu 90 Prozent Wahrscheinlichkeit einen schweren Verlauf zu vermeiden. Nach dem dritten Stich sei eine Auffrischung nach vier bis sechs Monaten sinnvoll. An die neuen Mutationen ist der in Vorarlberg erhältliche Impfstoff übrigens noch nicht angepasst. Dieser soll erst Anfang Oktober kommen - frühestens. Allerdings ist laut Spiegel noch gar nicht gesichert, dass dieser Impfstoff tatsächlich besser schützt als der bisherige. Nächste Woche startet ein breites Durchimpfen in den Pflegeheimen.

Gesichert ist jedenfalls, dass genug Covid-Medikamente vorhanden sind. Vor allem ältere Patienten sollten sich im Falle einer Erkrankung mit dem Hausarzt absprechen, ob eine Einnahme sinnvoll ist oder nicht.

 Vorarlberg-Krone
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