Mo, 20. August 2018

Bundesliga-Start

03.08.2011 10:49

Alle jagen Meister Dortmund und Bayern ist Favorit

Mit dem Heimspiel des Titelverteidigers Borussia Dortmund gegen den HSV wird am Freitag die 49. Saison der deutschen Bundesliga angepfiffen. Seit Gründung der Liga ist es insgesamt 14-mal einem Meister gelungen, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Doch nicht einmal die 18 Liga-Trainer trauen Dortmund die Titelverteidigung zu, sondern halten in einer Umfrage Rekordmeister Bayern München mit 16 Nennungen für den glasklaren Favoriten.

"Wir sind der erste Meister der Geschichte des Fußballs, der wirklich als Herausforderer und nicht als Titelverteidiger in die nächste Saison geht", meinte Meistermacher Jürgen Klopp bescheiden. Trotz des Abgangs von Nuri Sahin - der Denker und Lenker wechselte zu Real Madrid - schätzt er seinen Kader aber stärker als vorige Saison ein und sagte über die Bayern: "Sie sind mir wurscht. Bayern-Ärger findet nur zweimal im Jahr statt."

Für Klopp wäre es ein "Wahnsinn", würden die Bayern, "bei dem, was sie einsetzen", ihren insgesamt 23. Meistertitel der Klubhistorie verfehlen. Er traut wie der neue Bayern-Feldherr Jupp Heynckes auch Bayer Leverkusen den Meister-Coup zu. Die Leverkusener seien "brutal stark", glaubt Klopp, und sein Münchner Kollege mit Leverkusen-Vergangenheit bemerkte, Bayer habe sich mit Andre Schürrle und Ömer Toprak gut verstärkt.

Heynckes erwartet "ganz enge Kiste"
Heynckes, unter dessen Fittichen nach der Rückkehr aus Hoffenheim auch ÖFB-Legionär David Alaba steht, erwartet eine "ganz enge Kiste" und bezeichnete die Dortmunder trotz der "eigenen großen Ambitionen" als "natürliche Favoriten". Sie hätten eine eingespielte Elf. "Ich bin als Trainer neu in München", sagte der Heimkehrer, unter dessen Regie die Bayern 44 Millionen Euro in neue Spieler wie Torhüter Manuel Neuer sowie die Abwehrleute Jerome Boateng und Rafinha investiert haben.

Auch Schalke steht hoch im Kurs
Von den elf Klubs mit insgesamt 15 Österreichern scheint neben den Bayern mit Alaba diesmal auf dem Papier Cup- und Supercup-Gewinner FC Schalke 04 gute Chancen zu haben, im Spitzenfeld zu landen. Die "Königsblauen", die ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs vom FSV Mainz 05 geholt haben, darf nach der verkorksten Liga-Saison mit dem enttäuschenden 14. Rang diesmal nicht nur über den Umweg des DFB-Cups ein Europacup-Startplatz zugetraut werden.

Ob einen solchen Hannover 96, der Klub von Emanuel Pogatetz und neuerdings auch von Torhüter Samuel Radlinger, sowie FSV Mainz, der nach dem Fuchs-Abgang zu Andreas Ivanschitz Julian Baumgartlinger verpflichtet hat, wieder erreichen werden, ist nicht so sicher. In der vergangenen Saison überraschten Hannover und Mainz mit den Plätzen vier und fünf. Der 1. FC Kaiserslautern mit Marco Knaller und Clemens Walch sowie der 1. FC Nürnberg mit Rubin Okotie wären zufrieden, würden sie die Platzierung 2011 (Siebenter bzw. Sechster) wiederholen oder übertreffen.

Fünf Österreicher-Duelle in erster Runde
Für die TSG 1899 Hoffenheim (11./Andreas Ibertsberger), VfB Stuttgart (12./Martin Harnik), Werder Bremen (13./Marko Arnautovic/Sebastian Prödl) und Borussia Mönchengladbach (16./Martin Stranzl) kann es nur ein Ziel geben: besser abschneiden als 2010/11. Für Aufsteiger Hertha BSC mit Marco Djuricin gilt als oberstes Ziel wohl Klassenerhalt. Mit Hannover - Hoffenheim, Werder - Kaiserslautern, Stuttgart - Schalke, Hertha - Nürnberg und Bayern - Gladbach kommt es zum Auftakt gleich zu fünf Duellen zwischen Ösi-Klubs.

Am Freitag geht's los
Titelverteidiger Dortmund startete übrigens vor einem Jahr mit einem Nuller, unterlag daheim zum Auftakt dem späteren Vizemeister Bayer Leverkusen 0:2. Ein Fehlstart passierte dem ersten Gegner HSV in den vergangenen sechs Jahren nicht. Gleich die Eröffnungspartie am Freitagabend verspricht Spannung. Den Saison-Prolog im Cup haben vom Oberhaus Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg, Werder Bremen und der SC Freiburg mit dem K. o. verpatzt, für sie gilt Rehabilitierung.

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