Wegen schweren Betrugs musste sich am Dienstag eine 19-jährige gebürtige Serbin am Landesgericht Feldkirch in Vorarlberg verantworten.
Unschuldig, als könnte es kein Wässerchen trüben, sitzt das zierliche Persönchen vor dem Richter. Doch die 19-jährige, zweifache Mutter, hat es faustdick hinter den Ohren. Angeklagt ist die bislang Unbescholtene, wegen schweren Betrugs. Die Mittellose hatte nämlich einer gutgläubigen Frau aus dem Raum Dornbirn 15.000 Euro abgeluchst und dabei tief in die Mitleidskiste gegriffen.
Geld für „Nierentransplantation“
Im Herbst spricht die Angeklagte ihr Opfer auf offener Straße an und erzählt der Frau, dass sie, die 19-Jährige, dem Tode geweiht sei. Ihr Leben wäre nur durch eine Nierentransplantation zu retten. Die traurige Geschichte der Betrügerin, die zu dem Zeitpunkt bereits mit ihrem zweiten Kind hochschwanger ist, verfehlt ihre Wirkung nicht. Das Opfer tauscht die Telefonnummern mit der jungen Frau aus und bleibt in Kontakt.
Da angeblich die Zeit für die lebensrettende OP in Österreich drängt, händigt die Samariterin der Serbin schließlich 15.000 Euro aus. Zur Nierentransplantation kommt es freilich nicht. Stattdessen taucht die 19-Jährige mit dem Geld unter, wird schließlich aber doch von der Polizei geschnappt. Zu den Betrugsvorwürfen bekennt sich die Angeklagte schuldig, sagt, sie sei damals verzweifelt gewesen. Das nicht rechtskräftige Urteil: 1200 Euro Geldstrafe. Die 15.000 Euro muss sie dem Opfer binnen 14 Tage zurückbezahlen.















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