27.06.2022 06:00 |

Dreiste Betrüger

Helle Aufregung um falsche Staatsanwälte

Die Justiz ist jetzt selbst Opfer von Kriminellen. Betrüger geben sich als Juristen aus, um Staatsbürgern viel Geld zu entlocken. Dabei verhalten sich die Betrüger durchaus seriös.

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Dreiste Betrüger sind mit einer neuen Masche auf Beute aus. Sie melden sich bei Hausbewohnern und stellen sich als Staatsanwälte oder Gerichtsbedienstete vor. „Der Mann am Telefon klang durchaus seriös“, schildert eine Betroffene aus dem Burgenland.

Dame misstrauisch
Doch als der vermeintliche Jurist sie ermahnte und zu einer angeblich noch ausständigen Geldüberweisung drängte, wurde die ältere Dame misstrauisch. Etwas verunsichert bat sie um einen weiteren Anruf am nächsten Tag und beendete das Gespräch.

In anderen Fällen scheinen die wortgewandten Täter aber mehr Erfolg zu haben. „Die Betrüger manipulieren ihre Telefone so professionell, dass existierende Nummern von Gerichten oder Staatsanwaltschaften auf dem Display aufscheinen“, heißt es von offizieller Stelle.

Falsche Beamte
Bereits seit Monaten treiben, wie berichtet, falsche Polizisten ihre Unwesen. Die „Beamten“ behaupten unter anderem, dass der Sohn oder die Tochter des Opfers einen Verkehrsunfall verursacht habe.

Für die Schadensabwicklung seien 80.000 bis 90.000 Euro zu bezahlen. Das Geld fordern die Kriminellen ein. Allein im Bezirk Neusiedl am See sind an manchen Tagen 12 derartiger Anrufe gemeldet worden. Vor allem Pensionisten sind im Visier der gerissenen Betrüger.

Aktuelle Masche
Vor der neuen Masche warnt das Oberlandesgericht Wien: „Gerichte oder Staatsanwaltschaften verlangen niemals telefonisch Zahlungen, auch wird nicht nach Kontonummern gefragt. Dubiose Anrufe nicht beachten!“

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