„Krone“-Kolumne

Will der SK Rapid um jeden Preis nach Europa?

Fußball National
23.05.2022 07:15

Ein internationaler Startplatz war Rapids Mindestziel. „Wir müssen alles daran setzen“, betonte auch Geschäftsführer Christoph Peschek nach dem Bauchfleck in Wolfsberg. Muss man das wirklich?

Natürlich ist die Frage provokant. Ein Sportler strebtnach dem Höchsten, sonst hat man den Beruf, die Passion verfehlt. Das bekräftigten Zoki Barisic und Co. auch in den letzten zwei Jahren und wurden Vize-Meister. In Erinnerung blieb nicht der Erfolg, sondern nur der Sommer-Stress, die Planungsunsicherheit. Als Dritter hätte man eine Gruppenphase, die Millionen fix gehabt.

Und jetzt? Wenn Rapid das Play-off meistert, steigt man bereits am 21. Juli in die Quali zur Conference League ein, müsste drei Hürdenmeistern, erst dann gäbe es etwaszu verdienen. Der Preis dafür: Nur englische Wochen von Saisonstart an, da muss rotiert, entsprechend den Kader aufgebläht werden. Vielleicht für nichts.

Ein sauberer Schnitt jetzt, ein Play-off-Knock-out, wäre unpopulär, aber sportlich kein Nachteil. Vor allem bei einem Umbruch. Zur Erinnerung: Rapid stieg als Erster in der Saison in die Europacup-Quali ein und hört als Letzter auf. Macht 52 (!) Spiele. Aber da hechelte man wenigstens kurz dem Champions-League-Traum nach ...

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