04.05.2022 05:00 |

Arzneiliste anlegen

Vorsicht vor gefährlichen Wechselwirkungen!

77 Prozent der 60- bis 74-Jährigen nehmen - der Statistik Austria zufolge - verschreibungspflichtige Mittel ein, ab 75 Jahren sogar etwa 91 Prozent. Um den Überblick zu bewahren, sollte sich jeder Patient eine Liste mit allen jenen Präparaten zusammenschreiben, die er zuführt. Am besten immer mit sich tragen.

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Als besonders wichtig erweist sich das vor einem Arztbesuch oder wenn man spontan ein Spital aufsuchen muss. „Die Medikamentenerfassung ist ein ganz wesentlicher Bestandteil für die Sicherheit während des stationären Aufenthaltes“, erklärt OA Dr. Patrick Dinkhauser, Internist am Klinikum Wels-Grieskirchen, OÖ. „Patienten sollten darüber informiert sein, welche Medikamente sie zuhause einnehmen, damit die Experten im Krankenhaus darauf eingehen können sowie passende Präparate einerseits ausgeben und andererseits dazu kombinieren, wenn es notwendig ist.“

Arzneien haben nämlich nicht nur Wirkungen, sondern mitunter auch Nebenwirkungen. „In Kombination können verschiedene Mittel interagieren, sich in der Wirksamkeit verstärken oder abschwächen und so den Therapieerfolg beeinflussen“, klärt der Internist auf. „Dabei geht es nicht nur um rezeptpflichtige Medikamente, sondern auch um rezeptfreie Präparate - selbst solche auf pflanzlicher Basis können mit Arzneien Wechselwirkungen eingehen.“ Daher sollte man unbedingt auch rezeptfreie Arzneimittel auf diese Liste schreiben. Neben dem genauen Produktnamen zudem die Stärke (etwa in ml oder mg) und den vorgeschriebenen Einnahmezeitpunkt (Früh, Mittag, Abend) notieren. Idealerweise steht auch eine kurze Bemerkung dabei, wie zum Beispiel „nur bei Bedarf“. Wer sich nicht sicher ist, lässt sich am besten vom Hausarzt oder von einem Angehörigen beim Ausfüllen der Medikamentenliste unterstützen.

Monika Kotasek-Rissel
Monika Kotasek-Rissel

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