Erst neun Wochen nach seiner Unterschrift in China schaffte es Richard Windbichler in den Flieger. Jetzt Quarantäne in Schanghai, dann geht es zu Aufsteiger Chengdu.
Nach neun Wochen ging es aufwärts - im wahrsten Sinne des Wortes. Weil der Vertrag mit Chengdu Rongcheng zwar am 1. Februar unterschrieben war, Richard Windbichler aber erst dieses Wochenende ein Ticket für den Flug nach Schanghai ergatterte. „Wenn aus deinem Land ein Direktflug geht, musst du den nehmen“, schüttelt der Ex-Austrianer den Kopf, nachdem er es Woche für Woche nicht von der Ersatzliste in den Freitags-Flieger schaffte - und es keinen anderen gab.
Ex-Austrianer Richard Windbichler soll bei Aufsteiger Chengdu die Abwehr dirigieren:
Nach dem Erfolgserlebnis wartete die harte Realität in der 25-Millionen-Metropole. Zwei Wochen Quarantäne, nicht aus dem Hotelzimmer, „beim Blick auf die Straßen sehe ich nur Marsmenschen“, berichtet der 30-Jährige von einer durch die harten Lockdowns leer gefegten Stadt, in der sich nur vereinzelt Menschen mit Schutzkleidung bewegen.Mit mitgebrachten Spaghetti, Packerlsuppen und seinem Thermomix will er bei Kräften für die Online-Trainings mit dem Athletikcoach bleiben.Nach 14 Tagen geht es dann weiter nach Chengdu, wo eine weitere Woche Quarantäne wartet. Unmittelbar danach soll die wegen der Pandemie verschobene Liga starten. „Vorerst in einer Blase, mit zehn Partien binnen 30 Tagen“, so Windbichler.
Akademie um 200 Millionen
Der beim Aufsteigerin die Super League einen Zwei-Jahres-Vertrag erhielt, die Abwehr dirigieren soll - da Österreich in Asien vor allem als Wiege der klassischen Musik gilt, wurde er mit Dirigentenstab vorgestellt. Mit Ex-Bundesliga-Goalie Hans-Peter Berger ist seit November ein zweiter Österreicher als Tormanntrainer an Bord - er sah bisher vor allem Baustellen: In Chengdu entsteht eine Akademie um 200 Millionen Euro -mit 18 Rasen-, vier Kunstrasenplätzen und zwei Trainingshallen samt 2500 Zimmern.
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