14.03.2022 06:00 |

„Beten für Putins Tod“

Von Kanada in den Krieg: Als Helferin in Ukraine

Virginia Dronova studierte in Wien, führte danach ein schönes Leben in Ottawa - und kehrte als Helferin in ihre alte Heimat zurück!

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„Bist du verrückt?“, fragten ihre Freunde immer wieder. Da stand ihr Entschluss längst fest und reiste Virginia Dronova aus Kanada nach Kiew. Krieg statt heiler Welt in Ottawa. „Ich spürte, dass ich helfen kann und helfen muss“, sagt die 39-Jährige. Sie studierte in Wien an der Diplomatischen Akademie, war schon früher in der Ukraine für eine Pro-Europäische-Partei tätig und ist hier noch immer bestens vernetzt.

Lebensmittel und Waffen für die Verteidiger
Jetzt steht sie nicht mehr auf Bühnen, organisiert keine Pressekonferenzen, arbeitet nicht an internationalen Netzwerken - sondern aus dem Untergrund: „Ich bin mittlerweile im Westen des Landes, wir wechseln häufig den Standort, es gibt keinen sicheren Ort im ganzen Land mehr“, so Dronova zur „Krone“. Sie beschafft Informationen und organisiert Lebensmittel und Waffen für Einheimische und Verteidigungskräfte.

Müdigkeit und Kampfgeist wechseln sich nach Nächten mit regelmäßigen Fliegeralarmen ab: „Wir haben immer gewusst, dass es passieren kann. Aber nicht, wie brutal dieser Krieg werden kann“, seufzt sie. Und hebt gleichzeitig den Kampfgeist und die Solidarität in ihrer Heimat hervor: „In Kiew gab es etwa eine Nummer, unter der man gratis Taxis bestellen konnte. Darunter war auch ein erfolgreicher Unternehmer, der nach Kriegsbeginn den Weg zurück aus Indien gemacht hat, in einem Tesla sein Leben aufs Spiel setzt.“

„Die Menschen beten für den Tod von Putin“
Im Kampf gegen die russische Übermacht fehlt selbst Dronova mittlerweile die Fantasie für ein friedliches Ende des Konflikts: „Sehr viele Menschen in der Ukraine beten für den raschen Tod von Putin. Die einzige andere Möglichkeit ist ein militärischer Sieg der Ukraine, denn wir werden niemals aufgeben!“

Florian Gröger
Florian Gröger
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