Trotz neuer Varianten

Omikron könnte das Ende des Schreckens bedeuten

Österreich
06.02.2022 20:20

Omikron könnte das Ende der Pandemie bedeuten, sagen Experten. Trotz neuer Varianten. Dennoch sind viele Fragen offen.

Dänemark befreit sich von allen Zwängen. Die Welt blickt interessiert bis neidisch auf das 5,8-Millionen-Land, das eine sehr hohe Impfrate hat. Auch Österreich ist noch nicht so weit. Dennoch besteht Hoffnung auf ein baldiges Pandemie-Ende. Die Kommission GECKO schürt leise Hoffnung, denn die Experten meinen, Corona könnte durch Omikron zu einer saisonalen Sache werden. Sofern keine neuen bösen Varianten auftauchen.

„Noch viele offene Fragen“
Der Molekularbiologe Andreas Bergthaler von der MedUni Wien sagt: „Die Wissenschaft hat viele offene Fragen zur Entstehung neuer Varianten, auch was Omikron betrifft. Wir wissen nicht, wie die vielen Mutationen entstanden sind.“ Es könnte in einer abgelegenen Region ohne Überwachung geschehen sein; oder auch zusammenhängen mit Langzeitinfektionen; oder in einer Tierpopulation längere Zeit zirkuliert sein und sich mit Mutationen an einen neuen Wirt angepasst haben.

Mikrobiologe Andreas Bergthaler (Bild: APA/ROLAND SCHLAGER)
Mikrobiologe Andreas Bergthaler
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Vorhersagen über künftige Varianten sind schwierig. Wir wissen noch zu wenig. Doch wenn wir Glück haben, wird Omikron das Ende der Pandemie einläuten.

Andreas Bergthaler, Forscher für Molekulare Medizin

Bei Omikron erkenne man, so Bergthaler, warum Prognosen zu neuen Mutanten so schwierig seien. „Ich wäre jedoch nicht überrascht, wenn wir im Herbst auf eine völlig neue Variante stoßen.“ Wesentlich sei, dass Mutationen per se nicht bedeuten, dass das Virus gefährlicher werde. Zwei Fragen seien entscheidend: „Verändert sich der klinische Krankheitsverlauf? Sowie - wie gut wird die neue Variante von unserer bisherigen Immunantwort erkannt?“

Insgesamt sei naheliegend, dass wir wegen Impfungen und Genesungen kontinuierlich eine Grundimmunität gegen Covid in der Bevölkerung aufbauen. Bergthaler (hat seine Thesen auch in der renommierten Zeitschrift „Nature“ dargelegt) spricht von einem „Training des Immunsystems“, durch das weniger schwere Verläufe zu erwarten seien. Hoffnungsvolle Prognose: „Ich gehe davon aus, dass unsere Grundimmunität den Schrecken von künftigen Varianten Schritt für Schritt reduzieren wird.“

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