23.01.2022 13:06 |

Polit-Poker beginnt

Bleibt VdB Präsident? Entscheidung „in Endphase“

Selten zuvor war ein Bundespräsident in Österreich mit derart vielen Krisensituationen konfrontiert. Nicht zuletzt darum wurde in den vergangenen Wochen oft gerätselt, ob Alexander Van der Bellen überhaupt eine zweite Amtszeit anstreben wird. Wie er nun in einem Interview bekannt gab, befindet er sich bereits „in der Endphase“, um zu entscheiden, wie er weitermachen werde. Doris Bures (SPÖ) schließt hingegen einen Antritt aus, sollte Van der Bellen im Amt bleiben wollen.

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Bislang hat sich noch keine Partei gewagt aus der Deckung zu treten und bekannt zu geben, wer für sie in die nächste Wahl zum Bundespräsidenten gehen wird. Und auch dem Amtsinhaber sind diesbezüglich noch keine konkreten Informationen zu entlocken gewesen.

Amtszeit als Krisenmanager
Nach den Turbulenzen der vergangenen Wahl und den zahlreichen politischen Krisen könnte ihm die Entscheidung dabei durchaus schwerfallen. Zuletzt streuten ihm aber diverse Polit-Granden Rosen und erklärten, dass sie eine weitere Kandidatur begrüßen würden. „Wir sind bei dieser Entscheidung in der Endphase“, ließ Van der Bellen nun am Sonntag im „Kurier“ wissen.

Bures: „Große Ehre, genannt zu werden“
Indessen rechnet etwa die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) offenbar fest damit, dass er wieder antritt. In der ORF-„Pressestunde“ erklärte sie, dass sich die Frage nach ihrer möglichen Kandidatur im Fall von Van der Bellens Verzicht nicht stelle. Zuvor hatte Bures ihre Haltung bekräftigt, dass die SPÖ Van der Bellen unterstützen sollte, wenn er neuerlich kandidiert.

Bei allen Bundespräsidenten davor - wie auch Thomas Klestil oder Heinz Fischer - habe es beim zweiten Antritt „selten namhafte Gegenkandidaten gegeben“. Und auf die Nachfrage, ob sie persönlich als SPÖ-Bewerberin zur Verfügung stünde, sollte Van der Bellen nicht antreten, sagte sie dann: Es sei „eine große Ehre, überhaupt genannt zu werden. Aber ich glaube, es stellt sich diese Frage nicht.“

Was macht Norbert Hofer?
Noch Zeit lassen für eine Entscheidung will sich der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer (FPÖ) - der bei der vorigen Hofburg-Kür die Stichwahl gegen Van der Bellen verloren hat. Denn die politische Lage sei „sehr volatil“ und vieles in Bewegung, betonte er in der „Presse“.

Die Frage der Wiederkandidatur Van der Bellens könnte auch für seine Entscheidung ein Faktor sein - „es kommt zum Beispiel darauf an, wie er sich präsentiert, welche inhaltlichen Schwerpunkte er setzt“. Wobei Hofer es aber für „sehr wahrscheinlich“ hält, dass die FPÖ jedenfalls einen Kandidaten aufstellt.

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