23.01.2022 12:00 |

Rudernd über Ozean

Abenteurer stirbt bei Todesdrama am Atlantik

Der Franzose Jean Jacques Savin hatte vor ein paar Jahren schon einmal den Atlantik in einem Holzfass überquert - sein letztes Abenteuer hat den 75-Jährigen nun das Leben gekostet. Am Samstag wurde der Extremsportler tot in seinem Ruderboot entdeckt, mit dem er den Ozean mit reiner Muskelkraft bezwingen wollte. 

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Savin war begeisterter Triathlet und in jüngeren Jahren Fallschirmjäger. Mit seinem Ruderboot namens L‘Audacieux, wollte er den Atlantik überqueren. Er hatte sein Abenteuer als Möglichkeit bezeichnet, „das Alter auszulachen“. Doch die Pointe ist ihm diesmal leider nicht geglückt. 

Zwei Leuchtraketen als Seenotsignal abgefeuert
Savin war am 1. Jänner von der Südspitze des portugiesischen Festlands aufgebrochen, ungünstige Windverhältnisse zwangen ihn jedoch kurz nach dem Ablegen, von seiner geplanten Route abzuweichen. In der Nacht auf Freitag brach der Kontakt zu dem Franzosen ab - zuvor hatte er noch mit zwei Leuchtraketen signalisiert, dass er in eine Notlage geraten war.

Die portugiesische Küstenwache hatte noch am Freitag vor den Azoren das untergegangene Ruderboot aufspüren konnte. Am nächsten Tag wurde die Leiche Savins in der Kabine des Wracks gefunden. Was genau auf dem Boot passiert war und wie der Sportler gestorben ist, ist noch nicht geklärt.

122 Tage in Holzfass über den Atlantik
2019 hatte der wagemutige ältere Herr in vier Monaten erfolgreich den Atlantik überquert - in einem Holzfass auf nur sechs Quadratmetern. Ganz ohne Antrieb, dafür mit GPS und Satellitenortung ausgestattet. Der 72-Jährige hatte auch damals  das Abenteuer alleine bestritten und exakt 122 Tage gebraucht, bis ihn die Strömung in karibische Gewässer getrieben hatte. 

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