24.01.2022 11:00 |

Viele Fragen offen

Marode Spitäler: Wien kübelt Sanierungskonzept

In der Pandemie kamen die Wiener Spitäler an ihr Limit. Das gilt nicht nur für die Anzahl der Patienten, sondern auch baulich. Die Häuser sind zum Teil in einem sehr schlechten Zustand. Doch ein umfassender Sanierungsplan fehlt. 

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Spitalskonzept 2030 - vor vielen Jahren aus der Taufe gehoben, damit die Wiener Krankenhäuser zukunftsfit bleiben . Teile wurden umgesetzt, wie der Bau der Kinik Flordisdorf. Aber große Brocken fehlen. Und kommen so nicht mehr. Das Konzept wurde gekübelt, wie ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bestätigt. Ein Nachfolgeplan soll her. Aber wie, wo, was? Das ist alles noch offen.

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Beim Sanierungsplan der Spitäler herrscht weiter völlige Intransparenz und Unklarheit. Für die Wiener Patienten ist dieser Zustand nicht hinnehmbar und generell ist dies einer Weltstadt völlig unwürdig.“

Inigrid Korosec, Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien

Es geht um viele Milliarden Euro. Der Krankenhausplaner Lohfert-Praetoris hat bereits vor drei Jahren festgestellt: Speziell die Kliniken Ottakring (Wilhelminenspital) und Hietzing sind baulich im schlechtesten Zustand. Marode Hausfassaden, kaputte Fenster, rostige Zäune, die „Krone“ berichtete. Auch in die Rudofstiftung und in die Klinik Favoriten müsste investiert werden. Selbst wenn da und dort kleine Reparaturen erfolgt sind, der umfassende Befreiungsschlag lässt auf sich warten.

„Provokation und Zumutung“
Die Wiener ÖVP hat daher eine detaillierte Anfrage an den Gesundheitsstadtrat gestellt. Was wird saniert? Wann? Und was kostet das? Hackers Antworten sind ausweichend. „Sanierungsmaßnahmen erfolgen bedarfsgerecht.“ Oder: „Ein Sanierungsportfolio wurde erarbeitet“ (ohne weitere Ausführung). Oder: „Das Leistungsangebot wird in den kommenden Jahren bedarfsgerecht erweitert.“ Abteilungen sollen keine geschlossen werden. Immerhin! Die Türkisen zürnen: „Diese Antworten sind eine Provokation und Zumutung.“

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