21.01.2022 18:55 |

Bangen um Olympia

Noch immer positiv: Sorgen bei Bob-Team wachsen

Seit zwei Wochen ist das Bob-Team um Pilot Benjamin Maier und den Vorarlberger Anschieber Kristian Huber außer Gefecht gesetzt. Durch die beiden positiven Corona-Tests von Maier und Anschieber Markus Sammer gingen dem schnellsten Bob Österreichs bereits wertvolle Weltcup-Punkte verloren. Nun droht für die Vize-Weltmeister zusätzlich auch noch die Abreise nach China und die dortige Vorbereitung in Gefahr zu geraten.

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Bereits die vergangenen beiden Weltcup-Rennen in Winterberg (D) und St. Moritz (Ch) sowie die ebenfalls im Schweizer Nobel-Skiort ausgetragene Europameisterschaft haben der Vorarlberger Bobfahrer Kristian Huber und seine Truppe schon verpasst. Wertvolle Weltcup-Punkte gingen dem bis dato gut aufgelegten rot-weiß-roten Bob-Team rund um Pilot Benjamin Maier - der sich seit dem 7. Jänner, ebenso wie Anschieber Markus Sammer, in häuslicher Quarantäne befindet - somit verloren.

Suboptimale Vorbereitung auf die Spiele
Als wären fehlenden Einheiten im Eiskanal unter Wettkampfbedingungen so kurz vor den Olympischen Spielen nicht schon schlimm genug, droht nun sogar die direkte Vorbereitung für Olympia in Gefahr zu geraten. „Es ist ein ziemlicher Stressfaktor, wenn ich ehrlich bin. Mit jedem Tag länger fängt man natürlich auch an zu schwitzen, ob es mit der rechtzeitigen Einreise nach China klappt“, gibt sich Huber besorgt. Nicht unbegründet, denn China hat im Rahmen seiner Null-Corona Strategie strenge Einreise-Bestimmungen erlassen.

Einreisebestimmungen
Die komplette Impfung muss bis spätestens 14 Tage vor Abflug abgeschlossen sein. Zudem müssen drei negative PCR-Testungen (einer bis 96 h vor Abreise, einer bis 72 h vor Abreise, einer in China vor Einreise ins Land) nachgewiesen werden, mit einem CT-Wert von größer 40. Eine lückenlose Dokumentation des Gesundheitszustandes muss zusätzlich über eine App ab 14 Tage vor Abflug gepflegt werden. Nicht-geimpfte SportlerInnen müssen vor Abreise einen Antikörper-Test nachweisen und in China in eine 21-tägige Isolation.

„Beim letzten Testtermin am Montag waren die CT-Werte bei Benny und Markus leider noch unterhalb der nötigen Schwelle“, verrät der 24-Jährige, der mit dem Team schon am 28. Jänner nach Peking abheben soll. „Es gäbe schon die Möglichkeit, dass die beiden nachkommen aber wir haben in der Woche vor dem ersten Wettkampf mit dem Zweier noch die internationale Trainingswoche. Es wäre natürlich der Worst Case, wenn wir diese Trainingsläufe verpassen würden“, erklärt Huber.

Warten in der Isolation
Die mental belastende Wartezeit verbringt Kristian Huber seit Anfang der Woche in Innsbruck. „Ich bin mit Sasche Stepan als Vorsichtsmaßnahme seit Montag in der Isolation in Innsbruck. Gestern kam noch Danut Moldovan und unser Physio dazu“, so Huber, dem vor Ort zumindest gute individuelle Trainingsbedingungen zur Verfügung stehen. „Vom Training her fehlt uns hier gar nichts. Wir haben eigene Trainingszeiten in der WUB-Halle und im Kraftraum, an denen wir ganz alleine in den Hallen sind.“

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