14.01.2022 17:27 |

Trotz Omikron-Welle

Zehntausende Hindus nehmen Bad im Ganges

Abertausende Hindus treffen sich in diesen Tagen im indischen Prayagraj, um ein heiliges Bad im Ganges zu nehmen (siehe Video oben). Insgesamt werden Millionen Teilnehmer zum 47-tägigen Magh-Mela-Festival erwartet. Die Behörden des Landes befürchten, dass sich die Pilgerfahrt zu einem Superspreader-Event entwickeln könnte. Ein Gericht in Westbengalens Hauptstadt Kolkata (Kalkutta) hat aber eine Absage des Rituals abgelehnt.

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Viele der Pilger trugen in dem Ort im Bundesstaat Uttar Pradesh, wo die heiligen Flüsse Ganges und Yamuna zusammenkommen, keine Masken, wie Fernsehbilder am Freitag zeigten. Ein Bad im Ganges soll bei dem wichtigen hinduistischen Fest die Sünden wegwaschen und die Gläubigen vom Kreislauf von Tod und Wiedergeburt befreien.

Alle Teilnehmer des Festivals müssten negative PCR-Tests vorweisen, berichtete der örtliche Fernsehsender NDTV. Religion spielt in dem mehrheitlich hinduistischen Land eine wichtige Rolle für viele Menschen. Ganga ist der indische Name für den Fluss Ganges und zugleich eine Muttergöttin des Hinduismus; sie wird häufig als „Mutter Ganga“ bezeichnet.

Zuvor hatten Ärzte aus Sorge vor einem Superspreader-Event versucht, die Veranstaltung gerichtlich zu stoppen - vergeblich. Vor rund einem Jahr hatte es kurz vor einer heftigen und tödlichen Delta-Welle ein ähnliches Fest mit Bad im Ganges gegeben.

Zuletzt waren die Corona-Zahlen in Indien wieder stark angestiegen. Am Freitag meldete das Gesundheitsministerium in Neu-Delhi 264.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Insgesamt seien seit Pandemiebeginn mehr als 484.000 Inder an oder mit Corona gestorben.

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