13.01.2022 15:56 |

Abstürze, Ladefehler

Massive Störung beim Firefox-Browser: User sauer

Der Internetbrowser Mozilla Firefox hat am Donnerstagvormittag bei Nutzern in aller Welt massive Probleme gemacht: Websites konnten nicht geladen werden, der Browser stürzte vielfach ab. In Online-Foren und den sozialen Medien machten Betroffene ihrem Ärger Luft - und entdeckten schnell Tricks, mit denen man den Browser wieder zum Laufen bringt. Nach einigen Stunden konnte die Störung auch vom Hersteller behoben werden.

Das berichtet das IT-Portal Heise.de unter Berufung auf zahlreiche Fehlermeldungen im Web und einen Eintrag im offiziellen „Bugtracker“-Forum von Mozilla. Demnach schien es Donnerstagvormittag Probleme mit dem HTTP3-Support des Browsers zu geben, aufgrund derer Websites nicht geladen werden konnten und der Browser immer wieder abstürzte.

Nutzer konnten Browser selber reparieren
Firefox-Nutzer haben schnell eine Lösung gefunden, mit der die Probleme behoben werden konnten. Im erweiterten Einstellungsmenü, das man durch die Eingabe des Befehls about:config in die Adressleiste aufrufen kann, musste beim Eintrag „network.http.http3.enabled“ der zugehörige Wert per Doppelklick auf „false“ gestellt werden. Nach einem Browser-Neustart funktionierte Firefox dann wieder wie vorgesehen.

Andere Nutzer berichteten, dass die Deaktivierung der Telemetriedaten die Probleme ebenfalls behebe. Dafür ruft man das Einstellungsmenü von Firefox auf, navigiert ins Untermenü „Datenschutz & Sicherheit“ und deaktiviert dort beim Punkt „Datenerhebung durch Firefox und deren Verwendung“ sämtliche Häkchen.

Auch Entwickler rätselten zunächst über die Ursache
Über die Ursachen der Störung, die auch bei einem krone.at-Test des beliebten Internetbrowsers beobachtbar war, wurde zunächst gerätselt. Viele Nutzer gingen von einem fehlerhaften Update aus: Firefox wurde erst Anfang der Woche auf die neue Version 96 aktualisiert.

Wie Entwickler im Firefox-Bugtracker-Forum erklärten, schien die Ursache aber nicht im Browser selbst zu liegen, sondern in einer Unverträglichkeit mit Googles „Cloud Load Balancer“, der nach einem Update Fehler in der HTTP3-Implementierung von Firefox offensichtlich gemacht haben könnte. Mit diesem Wissen konnten die Entwickler nach einigen Stunden eine Lösung des Problems präsentieren: Am Donnerstagnachmittag teilte Mozilla via Twitter mit, dass das Problem behoben sei.

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