11.01.2022 07:45 |

Entlassen

US-Polizisten jagten lieber „Pokémon“ als Räuber

Weil sie offenbar lieber „Pokémon“ als einen Räuber gejagt haben, sind zwei Polizisten in den USA gefeuert worden. Ein Berufungsgericht im US-Bundesstaat Kalifornien bestätigte ihre Entlassung, nachdem die beiden Beamten diese angefochten hatten. Den Gerichtsdokumenten zufolge hatten die beiden Männer im April 2017 einen Hilferuf aus einem Kaufhaus ignoriert, um stattdessen mit dem populären Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ auf die Jagd nach den virtuellen Monstern zu gehen. 

Aufzeichnungen der Gespräche im Polizeiauto zeigten, wie ein Beamter den anderen kurz nach der Alarmierung wegen des Raubüberfalls darüber informierte, dass ein seltenes „Relaxo“-Pokémon auf seinem Bildschirm aufgetaucht war. Die beiden beschlossen daraufhin, zu der Stelle zu fahren, um das Monster zu fangen.

Während der nächsten 20 Minuten diskutierten die Beamten offenbar über „Pokémon“, während sie verschiedene Orte aufsuchten, an denen immer neue virtuelle Kreaturen auftauchten. Während sie das „Relaxo“ erfolgreich einfangen konnten, war ein „Togetic“ offenbar schwerer zu bändigen. Besonders das Einfangen eines Monsters namens „Relaxo“ ließ sie ihre eigentlichen dienstlichen Aufgaben offenbar vergessen.

Berufungsgericht schenkte Cops keinen Glauben
Nach dem Vorfall wurden beide Männer wegen mehrfachen Fehlverhaltens angeklagt. Sie gaben zu, nicht auf den Überfallanruf reagiert zu haben, bestritten aber, „Pokémon Go“ gespielt zu haben. In den Disziplinaranhörungen bestanden die beiden darauf, dass sie lediglich über das Spiel diskutiert hätten, und fochten die Entlassung durch die Stadt Los Angeles an.

Das kalifornische Berufungsgericht schenkte ihren Erklärungen jedoch keinen Glauben und bestätigte ihre Entlassungen.

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