13.08.2018 15:27 |

Aufs Rad montiert

Opa spielt „Pokémon Go“ auf 11 Handys gleichzeitig

Weil er sein Fahrrad so umgebaut hat, dass er mit elf Handys gleichzeitig durch die Stadt fahren und „Pokémon Go“ spielen kann, ist ein älterer Herr aus Taiwan zum Internet-Star geworden. Chen San-Yuan hat das Spiel bei seinem Enkel kennengelernt und gibt im Monat mehr als 1100 Euro für sein Hobby aus.

Herr Chen radelt schon länger mit mehreren am Lenker befestigten Smartphones durch die Straßen der 2,7-Millionen-Stadt Taipeh. „Onkel Pokémon“ wird er dort deswegen genannt, er schaffte es sogar schon einmal ins Lokalfernsehen.

Zu internationaler Berühmtheit brachte er es nun, nachdem ein Nutzer des Online-Forums „Reddit“ ein Foto gepostet hatte, das Herrn Chen in Aktion zeigt. Mit elf Smartphones - zwei hat er in der Hand - bewaffnet, radelt er darauf durch Taipeh - auf der Jagd nach Nintendos populären Taschenmonstern.

„Pokémon Go“ beim Enkel kennengelernt
Wie die britische TV-Anstalt BBC berichtet, kam der ältere Herr über seinen Enkelsohn in die „Pokémon“-Szene. Nachdem ihm dieser das Augmented-Reality-Spiel gezeigt hatte, bei dem man virtuelle Monster am Smartphone-Bildschirm an GPS-Koordinaten in der echten Welt fängt, packte Chen das „Pokémon“-Fieber und er begann, sein Rad für sein neues Hobby umzubauen.

„Pokémon Go“ schätze er nicht nur der Monsterjagd wegen, sondern auch weil er durch das Spiel neue Freunde kennenlernt und sich geistig wie körperlich fit halte, erklärt Herr Chen im Gespräch mit dem Fernsehen.

Chen will noch mehr Handys an sein Rad montieren
Anfangs mit neun Smartphones ausgestattet, hat er heute elf Stück an seinem Lenker befestigt. Die benötigte Energie - „Pokémon Go“ gilt wegen seiner intensiven GPS-Nutzung als Stromfresser - liefern Reiseakkus, die er in seinem Fahrradkorb mitführt. Sie erlauben ihm, bis zu 20 Stunden am Stück auf Monsterjagd zu gehen.

In der Zukunft will Chen sein Fahrrad sogar noch mit vier weiteren Handy-Halterungen ausrüsten. Dann hätte er 15 Stück auf seinem Drahtesel. Umgerechnet knapp über 1100 Euro pro Monat gibt Herr Chen derzeit für sein Hobby aus. Der Großteil davon dürfte in Smartphones und Reiseakkus investiert werden.

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