Der Großschanzen-Bewerb ist für die zwei hoch dekorierten Skispringer Stefan Kraft und Daniel Tschofenig zum Debakel geraten! Der dreimalige Einzelweltmeister Kraft kam am Samstag in Predazzo als 36. nicht einmal ins Finale. Tschofenig wurde als Achter des ersten Durchgangs wegen regelwidriger Schuhe disqualifiziert. Für Kraft („Das wurmt mich schon brutal!“) gingen damit die nächsten Winterspiele ohne Einzelmedaille zu Ende, auch Tschofenig hat wenig Aussicht auf eine Nominierung für den Super-Team-Bewerb.
„Ich wäre ihnen nicht böse, wenn ich nicht aufgestellt bin“, sagte Tschofenig, der sich nach dem Rückschlag neu sammeln will und im Weltcup wieder aufzeigen möchte. „Ich kann, so blöd es klingt, aus dem Wettkampf auch positiv rausgehen, weil ich einen Schritt gemacht habe und auf was draufgekommen bin. Ich hoffe, dass das in den nächsten Bewerben so weitergeht, und der Schuh passt.“
Schlechte Leistungen wurmen Kraft
Der auch schon auf der Normalschanze als 27. enttäuschende Kraft fand auch auf der großen Anlage kein Rezept, die Anlaufspur bereitete dem Salzburger große Probleme. „Es hat nicht hingehaut. Ich bin hier nie in einen Flow reingekommen. Ich fühle mich in der Spur einfach unwohl und bin damit nicht zurechtgekommen. Ich habe kein Konzept gefunden“, bedauerte Kraft. Trotz des unguten Gefühls habe er seinen Sprung voll durchgezogen, das sei leider nach hinten losgegangen. „Einen Rückzieher oder einen braven Sprung, das kann ich nicht und will ich nicht. Es war dann ein bisschen zu viel.“
„Ich möchte unbedingt wieder zurückschlagen!“
Der Sieger von 46 Weltcup-Bewerben will bis zum Heimweltcup-Fliegen am Kulm in zwei Wochen wieder in die Spur finden. Sein Wille sei ungebrochen. „Das wurmt mich schon brutal, ich möchte unbedingt wieder zurückschlagen und hart trainieren, viel auf der Schanze sein, dass das Selbstvertrauen wieder wächst“, kündigte Kraft an, bevor er sich von seiner Familie trösten ließ.
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