Künstliches Koma

Linzer Verbrennungsopfer ringt weiter mit dem Tod

Es ist ein Kampf mit dem Tod, den jener 49-jährige Linzer im künstlichen Koma ausfechten muss, der in der Voest in ein 450 Grad heißes Zinkbad gestürzt war. Seitens des Betriebs gibt’s keine Stellungnahme zum Unglück, nur die Bekundung, dass man dem Verunglückten „alles Gute und hoffentlich bestmögliche Genesung“ wünscht.

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„Der Patient liegt auf der Intensivstation der Schwerstverbrannten-Station, und es besteht weiterhin akute Lebensgefahr“, hieß es am Tag nach dem Horrorunfall aus dem Wiener AKH, wohin der gebürtige Bosnier geflogen worden war. Neben den schweren Verbrennungen, die rund die Hälfte seines Körpers betreffen, sind Infektionen die größte Gefahr für das Leben des Linzers.

Inzwischen ist auch das Arbeitsinspektorat mit dem Unfallhergang beschäftigt. Wie berichtet, war der 49-Jährige, der über eine Fremdfirma in der Feuerverzinkerei der Voest mit Demontagearbeiten beschäftigt war, durch eine Öffnung bzw. eine bereits entfernte Stelle einer provisorischen Abdeckung in das Zinkbad gefallen. Dann war er bis zu den Hüften im flüssigen Metall versunken und dürfte auch nach links zur Seite gekippt sein, da auch der linke Arm bis zur Schulter schwere Verbrennungen aufweist. Kollegen hatten den Verunfallten sofort aus dem 450 Grad heißen und zwei Meter tiefen Becken gezogen.

Mangel oder fataler Unfall?
Er dürfte schlicht übersehen haben, dass auf der Abdeckung, auf der er arbeitete, kein Boden mehr vorhanden war. Ob die Absicherung mangelhaft war oder einfach ein fataler Unfall passiert ist, muss jetzt geklärt werden. Seitens der Voest will man „den offiziellen Untersuchungen in keiner Art vorgreifen“, hieß es am Sonntag auf „Krone“-Anfrage aus dem Linzer Konzern.

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