Helden des Alltags

„Wir kämpfen um jedes Leben“

Burgenland
19.12.2021 14:47

An vorderster Front im Kampf gegen die Pandemie stehen Ärzte und Pfleger seit bald zwei Jahren. Eine von ihnen ist die Intensivpflegerin Natascha Leser.

Corona hat in Österreich seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 bereits mehr als 13.000 Menschenleben gefordert. Tausende Überlebende leiden bis heute unter Langzeitfolgen. Dass die Zahl der Toten nicht noch viel höher ist, ist dem unermüdlichen Einsatz des medizinischen Personals in den Spitälern zu verdanken, das an vorderster Front steht. Gemeinsam mit dem ORF holt die „Krone“ einige dieser Helden morgen um 21.10 Uhr auf ORF 2 bei einer Gala vor den Vorhang. Eine von ihnen ist Natascha Leser aus dem Bezirk Mattersburg. Die 42-Jährige diplomierte Anästhesie- und Intensivpflegerin ist seit 23 Jahren mit Leib und Seele für ihre Patienten da. Seit 2004 arbeitet sie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt auf der Intensivstation. „Ich schätze die gute Zusammenarbeit und das interessante Arbeitsumfeld“, erzählt die sympathische Burgenländerin.

Entspannung findet die diplomierte Intensivpflegerin bei Spaziergängen mit ihrem Vierbeiner. (Bild: P. Huber)
Entspannung findet die diplomierte Intensivpflegerin bei Spaziergängen mit ihrem Vierbeiner.

Pandemie als Herausforderung
Doch so etwas wie Corona hat sie in ihrer gesamten Berufslaufbahn noch nicht erlebt: „Als es im Frühjahr 2020 los ging, wussten wir ja selbst nicht, was auf uns zukommen würde. Meine Kollegen und ich hatten auch Angst, uns selbst zu infizieren. Daher haben wir die Schutzimpfung geradezu herbeigesehnt.“ Arbeitsabläufe mussten adaptiert werden. Die Belastung auf der Covid-Intensivstation ist für das Personal viel härter als im „Normalbetrieb“, sowohl psychisch als auch physisch: „Wenn man beispielsweise junge Familienväter sterben sieht, dann macht einen das natürlich betroffen.“

Appell zur Impfung
Für Corona-Leugner und Impfskeptiker hat sie wenig Verständnis: „Ohne die Impfung wären noch viel mehr Menschen mit Corona im Spital.“ Von der Politik wünscht sich Leser mehr Wertschätzung für den Pflegeberuf. Wenn sie die Auszeichnung „Lebensretter 2021“ entgegennimmt, so tut sie das auch stellvertretend für ihre Kollegen: „Sämtliche Berufsgruppen, vom Arzt bis zur Reinigungskraft, leisten Unglaubliches. Sie alle gehören vor den Vorhang.“

„Lebensretter“: zu sehen morgen, Montag, um 21.10 Uhr, auf ORF 2.

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