Gespräche mit dem Land

40 Prozent der Badegäste sind keine Linzer

Jahr für Jahr setzt es für die Bäderoasen der Linz AG ein dickes Minus, die Pandemie machte dieses - wie berichtet - nur noch dicker. Neben dem Vorschlag, eine Vergebührung der Parkplätze bei den Schwimmbädern zu überlegen, empfiehlt das Kontrollamt nun der Stadt wiederholt auch Gespräche mit dem Land zu suchen.

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Gut informierte „Krone“-Leser wissen: Städte und Gemeinden müssen sich Bäder leisten, denn diese kostendeckend zu bewirtschaften, gilt als nahezu unmöglich. 2015 war das viel diskutierte Thema schon einmal in aller Munde, als die Bäderstudie des Landes für einen Aufschrei sorgte. Nachdem damals verkündet wurde, dass bis 2025 die Hälfte aller kommunalen Hallen-, Frei- und Strandbäder Geschichte sein soll. Zwei Jahre später wurde die Studie überarbeitet, der radikale Kahlschlag wieder abgesagt. Die Linz-AG-Bäder waren damals nicht Teil der Studie, mussten etwa die Investitionen für die Liegeflächenerweiterung 2018 im Parkbad selber stemmen.

Land soll sich an Finanzierung beteiligen
Doch nachdem aufgrund der überwiegend alten Bausubstanz der Linzer Schwimmanstalten in den nächsten Jahren eine Reihe von Sanierungen ansteht, wiederholt das Kontrollamt nun seine Empfehlung, Gespräche mit dem Land bezüglich einer Beteiligung an der Finanzierung aufzunehmen. Man sei der Ansicht, dass das Bäderangebot der Linz AG für Oberösterreich von überregionaler Bedeutung ist. Durch Zuschüsse und Verlustübernahmen würden die Stadt und die Linz AG indirekt Subventionsleistungen an Bewohner anderer Gemeinden leisten. Eine Behauptung, welche die statistischen Zahlen untermauern. Denn nicht weniger als 40 Prozent der Gäste der Linzer Bäderoasen sollen aus den Umlandgemeinden stammen.

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