09.12.2021 10:16 |

Und es schneit weiter

Wintereinbruch: Unfälle, Einsätze, Lawinengefahr

Winterlich ist Österreich in den Donnerstag gestartet. Wie angekündigt, hielt über Nacht der Winter im gesamten Land Einzug. Wenngleich die Schnee-Hotspots im Westen und Süden Österreichs lagen: Auch der Osten bis nach Wien bekam eine ordentliche Ladung Neuschnee ab. Erwartet wird im Laufe des Tages in diesen Regionen der stärkste Schneefall seit fast zehn Jahren. Im gesamten Land kam es aufgrund der Schneemengen zu zahlreichen Einsätzen und Unfällen. Zudem stieg die Lawinengefahr an.

Besonders kräftig schneite es über Nacht in Osttirol, Kärnten und Vorarlberg. Am Morgen präsentierte sich in diesen Regionen eine beachtliche Schneedecke. Verstecken brauchte sich der Osten allerdings nicht. Vom Weinviertel über Wien bis ins Burgenland schneite es über Nacht ebenfalls ergiebig. In Landeck in Tirol wurden bislang 26 Zentimeter Neuschnee registriert, 20 in Lienz und zehn Zentimeter in St. Johann im Pongau (Salzburg), im Mallnitzer Bad (Kärntner Bezirk Spittal an der Drau) sowie auf der Hohen Warte in Wien. Am Linzer Flughafen konnten immerhin noch drei Zentimeter gemessen werden.

Zahlreiche Unfälle und Einsätze
Für die Räumdienste gab es allerorts viel zu tun, um die Straßen von der Schneedecke zu befreien. Ebenso mussten die Einsatzkräfte vielfach ausrücken, hängen gebliebene Fahrzeuge und durch die Last des feuchten Schnees umgestürzte Bäume führten zu Verkehrsbehinderungen sowie zeitweisen Sperren. Auch kam es im Zuge von Unfällen, sowohl auf den Straßen als auch auf Gehwegen, zu zahlreichen Rettungseinsätzen. Auf vielen Straßen herrschte Schneekettenpflicht.

Auch auf den Öffi-Verkehr hatte der Schneefall Auswirkungen. In Wien kam es am Donnerstagmorgen witterungsbedingt zu zahlreichen Verspätungen auf diversen Bus- und Bim-Linien. Auch die Lawinengefahr stieg vor allem im Westen stark an.

Im Osten schneit es weiter
Mit dem Schneefall ist es längst noch nicht vorbei: Am Vormittag werden weitere Mengen an Neuschnee vor allem im Osten und Südosten erwartet. Während am Nachmittag im Westen der Schneefall langsam nachlässt, hält er sich im Osten überaus hartnäckig. Vorsicht auf den Straßen ist in jedem Fall weiter geboten.

Stärkster Schneefall seit neun Jahren im Osten und Südosten
Stellenweise kommen damit in Ostösterreich bis zu 20 Zentimeter Neuschnee zusammen. Derartige Neuschneemassen hat das östliche und südöstliche Flachland übrigens schon sehr lange nicht mehr gesehen. Nach Angaben der Ubimet-Wetterexperten gab es so viel Schnee zuletzt im Winter 2012/13, also vor neun Jahren.

Im Bergland müsse man verbreitet mit 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee rechnen. In Vorarlberg, Osttirol und Oberkärnten kommen gebietsweise auch bis zu 50 oder 60 Zentimeter der weißen Pracht hinzu, so die Ubimet-Prognose. Lediglich in Oberösterreich fällt die Menge an Neuschnee geringer aus. Zwar wird die Region im westlichen Donauraum und um Linz ebenfalls angezuckert. Maximal dürften aber nur bis zu zehn Zentimeter Neuschnee zusammenkommen.

Eine Schneehaube für die Grüne Mark - am Donnerstag präsentiert sich auch das Steirerland tief winterlich. Zahlreiche Unfälle sorgen für Verkehrsbehinderungen.

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