Gemischte Reaktionen

Jubel und Ärger über geplante Öffnungsschritte

Die angekündigten Öffnungsschritte in Wien lösen unterschiedliche Reaktionen aus. Während der Handel aufatmet, fällt das Weihnachtsgeschäft für die Gastro endgültig aus.

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Die angekündigten Öffnungsschritte lösen unterschiedliche Reaktionen aus. Große Freude herrscht im Handel. „Einen längeren Lockdown hätten die Geschäftsleute nicht verkraftet“, sagt Handelsobfrau Margarete Gumprecht. So könnte wenigstens noch ein Teil des Weihnachtsgeschäfts gerettet werden.

Anders sieht es in der Gastronomie aus. Diese darf erst eine Woche später, am 20. Dezember, öffnen. Die gefürchtete 2Gplus-Regel kommt zwar nicht, das bringt aber keine Erleichterung. „Ein paar Tage vor Weihnachten aufzusperren, bringt nichts“, sagt Gastro-Sprecher Peter Dobcak.

Nur eine Öffnung am 12. Dezember hätte das Weihnachtsgeschäft ansatzweise retten können. So bleiben die Lokale sogar noch am Sonntag, dem 19. geschlossen, wo sogar der Handel ausnahmsweise aufsperren darf. Zudem sei unverständlich, warum Weihnachtsmärkte bereits am 13. öffnen dürfen und dort die Ausschank von Essen und Trinken erlaubt sei. „Wir fordern einen hundertprozentigen Umsatzersatz für diese eine Woche, die länger geschlossen bleibt“, so Dobcak.

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Wir fordern einen hundertprozentigen Umsatzersatz für diese eine Woche, die länger geschlossen bleibt.

Gastro-Sprecher Peter Dobcak

Grünes Licht gibt es ab Montag auch für die Christkindlmärkte. „Die Stände auf den Adventmärkten sind ja längst aufgebaut, wir sind bereit“, sagt Gabriela Schmidle, Organisatorin des Adventmarktes Schloss Schönbrunn. Sie hofft sogar, dass statt wie angekündigt am Montag, bereits diesen Sonntag aufgesperrt werden darf. Fraglich ist noch, wie genau das mit den Gastro-Ständen geregelt sein wird.

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat von Take-away gesprochen, ob dann trotzdem Stehtische aufgestellt werden dürfen, ist noch offen. „Wir hatten erst zwei Tage geöffnet, aber da war viel los, ich rechne auch in den nächsten beiden Wochen mit großem Andrang“, so Schmidle.

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