02.12.2021 12:17 |

„Denken, dann posten“

Bereits jeder Zehnte wegen Postings im Clinch

 „Erst denken, dann posten“ - so lautet das Fazit einer internationalen Umfrage des Sicherheitssoftware-Unternehmens Kaspersky zum Nutzerverhalten in sozialen Medien. Denn zehn Prozent der Österreicherinnen und Österreicher haben sich wegen eines Social-Media-Posts schon einmal mit einer nahestehenden Person zerstritten, 17 Prozent eine emotionale Aussage anschließend bereut. Für drei Prozent der Befragten hatten derartige Postings sogar schon erhebliche berufliche Konsequenzen, bis zum Verlust der Stelle.

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84 Prozent der in Österreich Befragten nutzen aktuell soziale Medien, 56 Prozent seit mindestens zehn Jahren. Trotz dieser Erfahrung passiert es vielen, dass so manches Foto oder Statement unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht - manchmal erst Jahre später. Der Umfrage zufolge gaben 17 Prozent an, dass sie die Wortwahl ihrer Posts im Nachhinein schon einmal gerne geändert hätten. Neun Prozent sagten, sie hätten lieber auf den Rückgang des eigenen Alkoholpegels warten sollen.

Wenig Gedanken an berufliche Folgen
Vorsicht und Überlegung seien also angebracht, bevor eigene Posts in den sozialen Medien unwiderruflich für Aufsehen sorgten, zu viele persönliche Daten offenbarten oder die eigene Sicherheit bis zum Identitätsdiebstahl gefährdeten, so Kaspersky. Offenbar sind sich die Umfrageteilnehmer der Folgen ihrer Hinterlassenschaften in sozialen Medien besonders dann bewusst, wenn es um Freunde (45 Prozent) beziehungsweise Familie (42 Prozent) geht.

Weniger im Fokus stehen aktuelle, beziehungsweise zukünftige Arbeitgeber. An sie werde bei Posts stets oder regelmäßig nur von jeweils 27 Prozent gedacht. Demzufolge hatten bereits vier Prozent der Befragten genau dementsprechende Probleme.

Daten kompromittiert
14 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass ihre persönlichen Daten in den sozialen Medien bereits kompromittiert wurden. Zudem kennen 27 Prozent jemanden in ihrem Umfeld, der oder die über Social Media aufgrund von Datenmissbrauch bloßgestellt wurde.

„Unsere persönlichen Daten sind wertvoller denn je zuvor, beispielsweise für Unternehmen, die um Werbeeinnahmen konkurrieren. Nutzer sozialer Medien müssen verstehen, wie ihre Daten verwendet werden und auch, welche Rechte sie haben, um sie zu schützen“, sagte Christian Milde, Geschäftsführer Central Europe bei Kaspersky.

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