Behörden prüfen

Omikron-Variante schon früher in Europa?

Ausland
30.11.2021 15:37

Südafrika hatte am 24. November offiziell die Entdeckung einer neuen Coronavirus-Mutation bekannt gegeben. Die Omikron-Variante könnte aber schon davor in Europa kursiert sein. Dies legen Testproben in den Niederlanden nahe.

Bei zwei von ihnen, die auf den 19. und den 23. November datiert sind, wurde eben die jüngste Mutation nachgewiesen. Dies teilte das niederländische Institut für öffentliche Gesundheit am Dienstag mit. Die niederländischen Behörden waren bisher davon ausgegangen, dass es sich bei 14 Reisenden aus Südafrika um die ersten Infizierten mit der Omikron-Variante handelte. Diese waren am 26. November in zwei Fliegern aus Südafrika am Flughafen Schiphol angekommen.

Das Institut kündigte zudem eine Untersuchung an, um zu ermitteln, wie weit sich die Omikron-Variante bereits in den Niederlanden ausgebreitet hat. Weitere Proben aus früheren Corona-Tests sollen dafür erneut untersucht werden.

Ansteckender, aber milderer Verlauf?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die neue Coronavirus-Variante Omikron als „besorgniserregend“ ein und warnt vor einem „sehr hohen“ weltweiten Risiko. Seit der Entdeckung in Südafrika wurden in vielen Ländern Omikron-Fälle festgestellt. Statistiken aus Südafrika deuten darauf hin, dass die Omikron-Variante deutlich ansteckender ist als bisherige Varianten. Einschätzungen südafrikanischer Ärzte zufolge könnte der Krankheitsverlauf im Allgemeinen aber milder ausfallen als bei vorherigen Varianten. Laut WHO wurden bisher keine Todesfälle im Zusammenhang mit der Omikron-Variante gemeldet.

US-Präsident Joe Biden hatte noch am Montag dazu aufgerufen, angesichts der neu entdeckten Coronavirus-Variante nicht in Panik auszubrechen. Omikron sei ein „Grund zur Sorge, aber kein Grund zur Panik“. Heute gebe es mehr Möglichkeiten, gegen neue Varianten zu kämpfen als „jemals zuvor“, sagte er in Washington.

Impfstoffhersteller wollen Produkte anpassen
Die Impfstoffhersteller Moderna, BionTech und Pfizer sowie die Unterstützer des in der EU bisher nicht zugelassenen russischen Impfstoffs Sputnik V haben bereits angekündigt, ihre Impfstoffe zu prüfen und gegebenenfalls ein an die Omikron-Variante angepasstes Vakzin zu entwickeln. Moderna-Chef Stephane Bancel zufolge dürfte dies allerdings einige Monate dauern.

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