25.11.2021 15:00 |

Corona-Partys & Co.

Die sechs tragischsten Covid-Fälle in Österreich

Um einer Corona-Impfung zu entgehen, begeben sich immer mehr Skeptiker in Lebensgefahr: Ein 55-jähriger Steirer etwa infizierte sich absichtlich mit dem Virus und verstarb, Corona-Partys haben Hochsaison. Die „Krone“ hat sich die folgenschwersten Fälle von Impfskepsis in den vergangenen Wochen angesehen. 

Fall 1: 55-jähriger Steirer steckt sich absichtlich an - tot
Auch absichtliche Infektionen können schwerwiegende Folgen haben: Ein 55-jähriger Mann aus der Steiermark verstarb nach der bewussten Ansteckung mit dem Coronavirus. Zum Teil haben Corona-Partys - bei denen Menschen mit Absicht versuchen, an dem Virus zu erkranken - solche Infektionen zu verschulden. 

Fall 2: Niederösterreicher sucht Speichel eines Infizierten
Eine unbekannte Person aus Baden wollte sich selbst absichtlich mit dem Coronavirus infizieren, um sich nicht impfen lassen zu müssen. Dafür war die Person bereit, 100 Euro zu bezahlen. Voraussetzung: Die infizierte Person müsse heterosexuell und gepflegt sein und einen festen Wohnsitz haben. Ob es letztlich auch zu der absichtlichen Infektion gekommen ist, ist derzeit noch unklar. Die Marktplatz-App willhaben.at nahm die Anzeige aber vom Netz.

Fall 3: Waldzeller MFG-Gemeinderat kämpft ums Überleben
Erst seit dem Jahr 2021 ist der Impfskeptiker und MFG-Bürgermeisterkandidat Otto Wilfingseder politisch aktiv. Schon während des Wahlkampfes fiel er als Maskenverweigerer auf. Nun hat es ihn jedoch schlimm erwischt: Er wird auf der Intensivstation im Rieder Krankenhaus in Oberösterreich behandelt und musste in künstlichen Tiefschlaf versetzt werden.

Fall 4: Entwurmungsmittel zur Anwendung gegen Covid-19
Hartnäckig hält sich die Falschmeldung über den Wirkstoff Ivermectin, welche unter anderem auch von FPÖ-Chef Herbert Kickl verbreitet wurde. Die Paste, die zur Vorbeugung und Behandlung gegen Würmer dient und hauptsächlich bei Pferden angewandt wird, soll auch bei einer Covid-Erkrankung seine Wirkung zeigen. Mittlerweile landete eine Oststeirerin wegen einer Ivermectin-Überdosis auf der Intensivstation, auch ein 58-jähriger Ramsauer musste nach der Behandlung mit dem Pferdeentwurmungsmittel ins Spital. 

Zwei mit Corona infizierte Männer aus dem Mühlviertel starben sogar daran, nachdem sie sich mit dem Mittel selbst behandelt hatten.

Fall 5: Mann erlitt Vitamin-D-Vergiftung
Ebenfalls auf der Intensivstation des LKH Graz landete ein 55-jähriger Steirer, weil er drei Wochen lang hochdosiertes Vitamin D im Internet bestellt und eingenommen hatte. Der Mann litt unter akutem Nierenversagen. Durch die hohe Konzentration und die Einnahme von insgesamt drei solcher Fläschchen in der Zeit seiner Corona-Erkrankung kam es bei dem 55-Jährigen zu einer Vergiftung.

Fall 6: Schwangere Frau an Covid-19 verstorben
400 schwangere Frauen sind seit Beginn der Pandemie so schwer an Covid-19 erkrankt, dass sie stationär behandelt werden mussten. Keine der Frauen sei geimpft gewesen, erzählt Barbara Maier, Leiterin der Geburtenstation in Ottakring. Eine der 400 schwangeren Covid-Patientinnen ist sogar der Covid-Infektion erlegen, das Baby gesund auf die Welt gekommen. Es wächst nun ohne Mutter auf. Insgesamt mussten in der Klinik Ottakring 13 Frauen entweder kurz vor oder kurz nach der Niederkunft auf die Covid-Intensivstation verlegt werden.

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