24.11.2021 11:58 |

Ware abgelaufen

Ungarn entsorgt PCR-Tests im Wert von 13 Mio. Euro

Während in Ungarn die Zahl an Neuinfektionen in die Höhe schießt, muss die Regierung abgelaufene PCR-Tests im Wert von etwa fünf Milliarden Forint (13,48 Millionen Euro) entsorgen. Diese wurden um Steuergeld gekauft, aber fanden während der Haltbarkeitszeit keine Abnehmer - anders als in Österreich bot Ungarn die Tests nicht kostenlos an. Bis zu rund 50 Euro musste man dafür berappen.

Die Tests waren für die dritte Corona-Welle im Frühjahr 2021 bestimmt, kamen aber nicht zum Einsatz. Nun haben sie ihr Verfallsdatum überschritten und sind ein Fall für die Tonne. Die Entsorgung soll zusätzliche 200 Millionen Forint (ca. 540.000 Euro) kosten, berichteten Medien am Mittwoch unter Berufung auf die Wochenzeitung „Jelen“.

PCR-Tests kosteten rund 38 bis 52 Euro
Hätte die Regierung die Bevölkerung kostenlos getestet, wie das in den Nachbarländern wie Österreich erfolgt, wären die Steuergelder nützlicher eingesetzt worden, als mit der Entsorgung der Tests „in der Tonne“, kritisierte das Blatt. Die PCR-Tests in Ungarn seien nicht billig und würden zwischen 14.000 und 19.000 Forint (ca. 38 bis 52 Euro) kosten, was sich viele Ungarn nicht leisten könnten.

Die Landes-Generaldirektion der Krankenhäuser (OKF), die die Entsorgung angeordnet haben soll, habe sich auf „strategische Daten“ berufen und auf Nachfragen der Wochenzeitung „Jelen“ kein Statement abgegeben, betonte das Blatt.

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